„əˈtenʃn pliːz“

Unsere Enkelkinder sind grundsätzlich lieb und wirklich gut zu haben. Das gilt bei Oma und Opa ebenso wie bei Mama und Papa. Umso erstaunter sind wir alle, wenn die Kleinen einmal ihren eigen Kopf durchsetzen und nicht das tun wollen, was die Erwachsenen gerade im Sinn haben. Opa hat derartige Situationen analysiert und auch schon einen wissenschaftlichen Namen dafür gefunden: Das hessische Weihnachtsbaum-Syndrom. Sie wollen sicher wissen, was es damit auf sich hat. Ganz einfach: Wenn aus den Kindermündern Sätze zu hören sind wie „Ich habe keinen Hunger“, „Ich will nicht in den Kindergarten“ oder „Ich will nicht ins Bett“, dann heißt das eigentlich meist nichts anderes als „əˈtenʃn pliːz“. Wenn Sie jetzt denken, der spinnt doch, kann ich Ihnen nur empfehlen: Lesen Sie das mal laut vor. Was soll ich sagen? Voraussetzung ist nur, dass Sie auch Englisch können. Sie verstehen das jetzt nicht? Dann gehen Sie kurz vor Weihnachten in Hessen mal dorthin, wo es Weihnachtsbäume zu kaufen gibt. Dann hören Sie auch nur „əˈtenʃn pliːz“ bzw. “əˈtenʃn ˈbɪtə”.

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