Reiseberichte – mal so, mal so

Unsere beiden Enkel waren in der letzten Woche mit ihrem Kindergarten auf Gruppenfahrt. Für einen Drei- und einen Vierjährigen finde ich eine ganze Woche schon einen beachtlichen Zeitraum. Während es für unseren Ältesten bereits das zweite Mal war, stellte sich die Fahrt für unseren Jüngsten als Premiere dar. Wie auch immer: Als sie wieder zurück in Berlin waren, wollten sie natürlich sofort bei Oma und mir ihre Reiseberichte absetzen. Unser ältester Enkel hatte zeitlich die Nase vorn, musste aber leider zunächst mit dem Anrufbeantworter vorlieb nehmen: “Ich bin wieder da. Ruft doch mal an, wenn ihr wieder da seid”, vertraute er der Maschine an. Nachdem ich sie abgehörte hatte, meldete ich mich natürlich sofort bei unserem Enkel und fragte ihn: “Wie war’s denn?” “Gut”, brachte er seine Reiseerlebnisse auf den Punkt, den er auf Nachfrage noch damit ergänzte, er habe Hasen, Pferde, Schweine und Schafe gesehen. Unser jüngster Enkel hatte bei seinem Telefonat mehr Glück und erwischte mich sofort. Auf meine Frage, wie es denn gewesen sei, zeigte er sich wesentlich auskunftsfreudiger als sein Cousin: “Schön, aber anders”, ließ er mich wissen, um dann noch etwas von Blümchen zu erzählen, das ich aber nicht so richtig verstanden habe. Was soll ich sagen? Irgendwie erinnert mich das Ganze an die Begegnung zweier Ostfriesen. Sagt der eine: “Moin.” Sagt der andere: “Moin, moin”, woraufhin der eine entgegnete: “Du bist heute aber gesprächig.”

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