Ziemlich gutes Gespür

„Immer häufiger tanzen uns unsere Kinder auf der Nase rum. Häufig deshalb, weil sie zu verwöhnt sind.“ Mit diesen beiden Sätzen wird auf einer Webseite für einen Test geworben, mit dem man herausfinden können soll, ob das auch für das eigene Kind zutrifft. Da Opas Kinder schon erwachsen sind und mir und Oma auch nicht auf der Nase herumtanzen – ganz im Gegenteil, habe ich nicht auf „weiter“ geklickt. Und auch unsere beiden Enkel, die ja bekanntlich nur süß und lieb sind, kommen nicht so wirklich für diesen Test in Frage. Unser jüngster Enkel hat letztens sogar noch einen draufgesetzt. Nachdem er ein Geschenk bekommen hatte, erklärte er seiner Mutter: „Ich brauch jetzt keine Geschenke mehr, auch nicht zum Geburtstag. Ich hab schon genug.“ Die staunte nicht schlecht und bot dem kleinen Mann an: „Wenn du wieder was brauchst, sagst du mir einfach Bescheid.“ Was soll ich sagen? Soviel ich weiß, hat er sich diesbezüglich noch nicht gemeldet. Kinder haben manchmal eben ein ziemlich gutes Gespür. Das Ganze erinnert mich an ein Weihnachten mit unseren Kindern, als diese noch ganz klein waren. Da hatten sich wieder einmal viel zu viele Geschenke unter dem Weihnachtsbaum angesammelt, obwohl wir Familie und Freunde um etwas Zurückhaltung gebeten hatten. Doch die Kinder beruhigten uns allein schon dadurch, dass sie an diesem Heiligen Abend vor allem und am meisten mit alten, ausgewaschenen Joghurtbechern gespielt haben, die eigentlich als Staffage für einen Kaufladen gedacht waren.

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