De ovis paschalibus

Georg Franck von Frankenau möge mir verzeihen. Aber eine bessere Überschrift als ihm ist mir zum Thema Ostereier auch nicht eingefallen. Unter eben der Überschrift “De ovis paschalibus” hat der deutsche Mediziner und Botaniker 1682 (andere sagen 1678) erstmals im deutschsprachigen Raum den Osterhasen und die Eier, die er bringt, erwähnt. Und so soll er denn auch hier zitiert werden: “… im Elsaß und den angrenzenden Gegenden nennt man diese Eier Haseneier auf Grund der Fabel, mit der man Einfältigen im Geiste und Kindern weismacht, der Osterhase lege solche Eier und verstecke sie in den Gärten im Grase, damit sie von den Kindern zum Ergötzen der lächelnden Erwachsenen desto eifriger gesucht werden.” Der Osterhase stand aber auch schon bei den alten Griechen und Römern hoch im Kurs, als Symbol für neues Leben, als Sinnbild für Fruchtbarkeit. Es gibt noch eine ganze Reihe anderer Verbindungen zwischen Ei und Hase, die es lohnt einmal nachzulesen, aber hier zu weit führen. Erwähnt werden soll aber, dass es auch noch andere Tiere gab, die dem Osterhasen Konkurrenz gemacht haben, sich am Ende aber nicht durchsetzen konnten: Der Kuckuck (Schweiz), der Storch (Thüringen), der Hahn mit der Kiepe (Österreich, Oberbayern, Sachsen und Schleswig-Holstein) oder der Fuchs (Westfalen und Raum Hannover), sie alle färbten und versteckten einmal Eier. Was soll ich sagen? Der Hase sollte vielleicht auch noch zum Symbol für Durchsetzungsvermögen gekürt werden. Da gibt es bislang nämlich nichts Treffendes.

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