Schlimmer geht immer

Kinder und Politik bzw. Politiker sind ein ganz besonderes Thema. Natürlich weiß ich, dass ein in den Medien abgedrucktes Foto von einem Politiker mit Kind auf dem Arm durch nichts zu toppen ist. Vor allem im Wahlkampf. Da aber irgendwie ja immer irgendwo Wahlkampf ist, sind unsere Kleinen ständig im Visier der Politik. Und das treibt zuweilen seltsame Blüten. Jüngstes Beispiel ist der Vorschlag der CSU-Politikerin Dorothee Bär, zur Steigerung des Kinderwunsches der Bürger dieses Landes die Tagesschau doch bitte mit Babybildern enden zu lassen. Als ziemlich einfallsreich erweist sich auch CDU-Familienministerin Kristina Schröder, die Märchen entschärfen, rassistische Begriffe wie “Negerkönig” ausmerzen und dem “lieben Gott” den bestimmten Artikel “das” verpassen will. Dass der SPD-Politiker Karl Lauterbach Kinder, mit denen “ein gesamtwirtschaftlicher Nutzen verbunden” sei, als “das Rückgrat der gesetzlichen Rentenversicherung” bezeichnet, klingt da ziemlich langweilig. Ein Aufreger ist da schon eher, wenn auf Initiative von Martina Bunge und Frank Tempel die Linkspartei in ihr Parteiprogramm  “langfristig die Legalisierung aller Drogen” aufnimmt. Ein Vorschlag erfreut sich parteiübergreifend besonderer Beliebtheit und wird immer wieder gerne und vor allem von FDP-Politkern wie beispielsweise Markus Löning aufgegriffen: Das Wahlrecht für Babys. Was soll ich sagen? Schlimmer geht immer.

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