Gerüchteküche-Küchengerüchte

Laut Duden ist die Gerüchteküche ein imaginärer Ort, an dem viele Gerüchte entstehen. Ist dieser Ort allerdings eine Küche, dann sind es eben Küchengerüchte. Die können informativ, spannend oder lustig sein. Jedenfalls wird sich Opa jeden Samstag mit ihnen beschäftigen. Heute geht es um Küchengerüchte zum Thema Allgäuer Kässpatzen.

Das Thema ist fast politisch. Denn Allgäuer Kässpatzen sind ein Nationalgericht – im Allgäu versteht sich. Und da Opa Allgäuer ist, … Immerhin, so viel sei zugestanden, kommen die Spätzle aus Schwaben in Württemberg. Dort aß und isst man sie gerne, vor allem auf dem Land – und das schon seit über 400 Jahren. Damals waren die Leute arm, hatten wenig und der Boden, vor allem auf der Schwäbischen Alb, brachte nicht viel. Da traf es sich gut, dass Spätzle preiswert waren und ziemlich satt machten. Doch mit den Kässpatzen hatten diese Spätzle noch wenig zu tun. Erst die Allgäuer adelten die Spatzen und verliehen ihnen mit Emmentaler und/oder Bergkäse den letzten Schliff. Deshalb tragen sie auch den Namen Allgäuer Kässpatzen. Und die werden, wenn es denn echte sein sollen, mit dem Messer von Hand geschabt – und das vom feuchten Brett. Alles andere ist sozusagen zweite Wahl, ob mit Spätzlepresse und Spätzlehobel gemacht, es geht nichts über das Brett. Gar nicht geht natürlich, fertige Spätzle im Supermarkt zu kaufen. Dort kann man sich höchsten die Zwiebeln besorgen, mit denen die Kässpatzen dekoriert und serviert werden. Was soll ich sagen? Allgäuer Kässpatzen. What else?

PS: Das Rezept findet sich natürlich hier.

KässpatzenIm Allgäu ein Nationalgericht: Mit dem Messer von Hand geschabte Kässpatzen.

 

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