Weihnachtsbäume: Tradition pur

Wenn Familien eine Tradition haben, dann kommt sie Weihnachten zum Tragen. Vor allem beim Weihnachtsbaum werden keine Kompromisse gemacht. Als unsere jüngste Tochter in diesem Jahr zum ersten Mal unseren geschmückten Baum sah, witzelte sie: “Der ist ja so anders geschmückt, dass ich gedacht habe, ich bin in der falschen Wohnung.” Und in der Tat ist es so, dass wir alljährlich überlegen, wie wir den Weihnachtsbaum schmücken sollen und verfallen dann meistens in die alten Strickmuster. Ein paar kleine Ausnahmen gibt es, wenn man die letzten zehn Bäume nimmt, die bei uns gestanden haben. 2011 zum Beispiel hatte Opa die falschen Kerzen bestellt: Statt nur roter gab’s auch ein paar cremefarbene, die später von Oma rot überklebt wurden – wie man an den Bildern der Folgejahre sehen kann. 2010 hatten wir überhaupt keinen Baum, da wir am 21. Dezember umgezogen sind. Die Jahre 2009 bis 2005 waren dadurch gekennzeichnet, dass wir an unseren Bäumen neben Kerzen und Kugeln ausschließlich Herzen aufgegangen haben. Damit hatte Oma 2003 angefangen, als Opa mit seinem Herzfehler im Krankenhaus lag und nur über die Feiertage entlassen wurde. Was soll ich sagen? Für Weihnachtsbäume bei Oma und Opa gilt: Tradition pur, ja keine Experimente.

2005  2006 2007  2008 2009  2011 2012  2013 2014  2015Die letzten zehn Weihnachtsbäume, die bei Oma und Opa gestanden haben: Anfangen 2005 (oben links) bis 2015 (unten rechts) – nur 2010 hatten wir umzugsbedingt keinen.

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