Nicht alles ein Aprilscherz

Opa konnte einfach nicht widerstehen. Aber die Idee mit der Zwangsverpflichtung von Großeltern, um in Berliner Kitas und Schulen die zum Teil drastischen Personalausfälle zu kompensieren, war einfach zu schön, um sie nicht am 1. April niederzuschreiben und unters Volk zu bringen. Aber auch andere hatten gute Einfälle. Der Tagesspiegel beispielsweise berichtete, dass der Berliner Zoo künftig kleinere Tiere zum Mitnehmen verlosen und der Tierpark in Friedrichsfelde Nachtgolf zwischen den Tieren anbieten will – ganz zu schweigen von dem Outlet-Store am Elefantentor, “der Spezialitäten wie ,Rib-Eye vom jungen Königstiger’ anbietet, Raritäten wie den fast ausgestorbenen Hertha-Frosch oder normale Schollenfilets aus dem Aquarium.” Tierisches hatte auch die B.Z. im Angebot. Danach war es Wissenschaftler der Universität Sendai in Japan erstmals gelungen, einen Hund und eine Katze zu kreuzen. “Es vereinigt die besten Eigenschaften beider Haustiere”, wird Forschungsleiter Dr. Wau Miau zitiert. Die sogenannte Hutze sei stubenrein und könne auch zur Wach-Hutze ausgebildet werden. Lustig fand ich auch, was die Berliner Zeitung zum Besten gab: Die BVG bietet künftig über ihre App Sitzplatzreservierungen in Bussen an. Was soll ich sagen? Es dürfte nicht alles ein Aprilscherz gewesen sein. Ich bin mir ziemlich sicher, dass die neue Kostenschätzung, über die die “Bild”-Zeitung berichtete und wonach der Flughafen BER am Ende mindestens acht Milliarden Euro kosten soll, traurig, aber wahr ist.

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