Liebesbekenntnis für eine “Omi”

Dass Großmütter für ihre Enkel wichtig und prägend sind, liest man immer wieder. Gestern Abend haben Oma und Opa den lebenden Beweis dafür kennengelernt. Da waren wir nämlich bei einer Lesung des Frieling-Verlages Berlin, bei der unter anderem Friedrich-Karl Boese aus seinem Buch Tausend mal tausend Morgen. Über eine Ostpreußenfamilie vor und nach 1945 gelesen hat. In seinem Zeitzeugnis geht der Autor, der so in dem Alter von Opa sein muss, weit über die Erinnerungen seiner eigenen Familie hinaus. In einem historischen Rückblick stellt er die Geschichte Ostpreußens, das Kulmische Recht und den Stand der Kölmer vor, freie Gutsbesitzer, zu denen seine Vorfahren gehörten. Zu denen zählte eben auch seine “Omi”, die bei ihm einen solch nachhaltigen Eindruck hinterlassen haben muss, dass er in seinem Buch ein Herz zerreißendes Liebesbekenntnis für die alte Dame abgab. Und das nach so vielen Jahren. Was soll ich sagen? Hoffentlich sind sich alle Omas (und natürlich auch Opas) bewusst, welche Spuren sie im Leben ihrer Enkel hinterlassen (können). Was Oma und Opa da erlebt haben, war schon ein Positiv-Beispiel der ganz besonderen Art.

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