Rettungsschlitten ohne Blaulicht

Das herrliche, sonnige Winterwetter vom Wochenende haben Oma und Opa am Sonntag noch einmal zu einem langen und ausgiebigen Spaziergang am Schlachtensee genutzt. Der gehört, wie die Krumme Lanke, zur Grunewaldseenkette in Berlin. Da unsere älteste Tochter mit Mann und Sohn auch dabei war, sind wir natürlich nicht ganz um den See herum. Das wäre bei einer Länge von 5,5 Kilometern denn doch ein wenig viel gewesen. Aber spannend war es trotzdem. Kurz bevor wir wieder am Auto waren, fiel vor unseren Augen ein älterer Mann und hat sich vermutlich Hüfte, Becken oder Oberschenkelhals gebrochen. Jedenfalls konnte er nicht mehr laufen, so dass unsere Älteste, geistesgegenwärtig wie sie immer ist, den Schlitten ihres Sohnes kurzerhand zum Kranken- bzw. Rettungsschlitten umfunktioniert und den Mann mit vereinten Kräften zumindest bis zum Parkplatz verfrachtet hat. Dort konnte der gerufene Krankenwagen wenigsten hinfahren und den Verletzten aufnehmen. Was soll ich sagen? Für unseren Enkel war das eine gute Lektion in Sachen Hilfsbereitschaft. Und dass es ausgerechnet sein Schlitten war, der die Rettung in der Not darstellte, setzte dem Ganzen natürlich noch die Krone auf. Jetzt fehlt nur noch das Blaulicht für den Schlitten.

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3 Gedanken zu „Rettungsschlitten ohne Blaulicht

  1. Bin ich vollkommen derselben Meinung, dass dies selbstverständlich ist, aber auf alle Fälle freut es mich, dass er sich so aktiv beteiligen hat können und dass es so hilfreiche, nette und gute Menschen wie ihr es seid gibt.

    • War gar nicht nötig. Er war schon zufrieden, dass er den Krankenwagen von innen begutachten konnte. Außerdem ist so eine Hilfe doch selbstverständlich.

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