Taschenrechner mit Rädern

Unser jüngster Enkel ist mit seinen nicht einmal zweieinhalb Jahren sprachlich schon so weit, dass Oma und Opa manchmal Bauklötze staunen. Neulich war wieder so ein Moment. Da sah er auf Opas Schreibtisch einen Taschenrechner, der in der Form an einen Rennwagen erinnert. “Der hat ja Räder”, konstatierte der kleine Mann irgendwie überrascht und fragte ganz brav, ob er das Teil zum Spielen mitnehmen könne. Die Antwort bei seinem Augenaufschlag war klar. Also zogen Oma und der Kleine wieder von dannen, das Taschenrechner-Auto im Schlepptau. Beim weiteren Spielen muss er besagtes Teil irgendwie aus den Augen verloren haben und fragte Oma Hilfe suchend: “Wo ist denn … ich weiß das Wort nicht.” Als Oma nachfragte: “Meinst du den Taschenrechner?”, strahlte er und juchzte: “Ja, Taschenrechner.” Was soll ich sagen? Das Wort ist jetzt fest in seinem Wortschatz verankert wie: außerdem, eigentlich, normalerweise, ausnahmsweise, danke, bitte, iPad, iPhone, Tankstelle, Hubschrauber und Unterführung. Das Dosinenbötchen lassen wir einfach mal weg.

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