Wann sind wir da?

Was Friedrich Schiller und Ludwig van Beethoven wohl gesagt hätten, wenn sie die Ode an die Freude aus der 9. Sinfonie gehört hätten, wie sie heute von der Deutschen Bahn ins Netz gestellt wurde? Sie hätten vermutlich ihre wahre Freude gehabt. Denn die Schreihälse, die die Bahn da aufgetrieben hat, um die wohl häufigste Frage in deutschen Autos zu reproduzieren und inszensieren, sind der Hammer: „Wann sind wir da?“, tönt es zunächst nach Beethovens 5. Sinfonie und kommt einem seltsam bekannt vor. Opa musste an die vielen Urlaubsfahrten denken, bei denen meist noch keine 60 Sekunden vergangen waren, als bereits zum ersten Mal die bekannte Frage gestellt wurde. Geduld war jedenfalls auch nicht die Stärke unserer Töchter. Was soll ich sagen? In der Tat kann das Bahnfahren in diesen Tage komfortabler sein, als sich mit dem Auto über die Straßen zu quälen. Insofern trifft der Filmtitel, mit dem die Bahn für ihren Personenverkehr wirbt, voll ins Schwarze: Ode an die Familienreise.

3 Gedanken zu „Wann sind wir da?

  1. Die Frage wann sind wir da habe ich immer so beantwortet: wir fahren zur Zeit 120 km/h und es sind noch 60 km.

    Die Frage kam immer seltener.

  2. Na, da haben die sich aber wieder mal was ganz tolles ausgedacht.
    Wenn sie das mal mit den Verspätungen und sonstigen Patzern hinbekommen würden, wäre es noch viel besser. 🙂

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