Nachhaltige Spuren

Bei unserem jüngsten Besuch in Münster hatte Opa ein richtiges Aha-Erlebnis. Als unsere Freunde uns einer ihrer Bekannten vorstellte, sagte diese zu mir: „Sie kenne ich doch!“ Ich guckte etwas verdutzt, zumal ich die gute Frau gedanklich überhaupt nicht unterbringen konnte. Beim Versuch, eine Antwort auf diese offene Frage zu finden, kam relativ schnell zur Sprache, dass ich in der westfälischen Universitätsstadt einmal bei der örtlichen Zeitung, den Westfälischen Nachrichten, gearbeitet hatte, während sie Europaabgeordnete gewesen war. Da fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Ich verantwortete nämlich dort damals eine einmal wöchentlich erscheinende Europa-Seite, was in der Bundesrepublik zu diesem Zeitpunkt einmalig war. Vor allem aber muss das bei Gabriele Peus-Bispinck, wie die ehemalige Abgeordenete heißt, so viel Eindruck gemacht haben, dass sie sich so gut an mich erinnern konnte. Was soll ich sagen? So etwas tut richtig gut. Jedenfalls scheint eine Zeitung von gestern nicht nur zum Fischeeinwickeln zu taugen, sondern hinterlässt zuweilen auch nachhaltige Spuren.

Ein Gedanke zu „Nachhaltige Spuren

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