Gerüchteküche-Küchengerüchte

Laut Duden ist die Gerüchteküche ein imaginärer Ort, an dem viele Gerüchte entstehen. Ist dieser Ort allerdings eine Küche, dann sind es eben Küchengerüchte. Die können informativ, spannend oder lustig sein. Jedenfalls wird sich Opa jeden Samstag mit ihnen beschäftigen. Heute geht es um Küchengerüchte zum Thema Krustentiere.

Eigentlich sind es ja Krebstiere. Aber in der Küche hat sich der Name Krustentiere durchgesetzt. Zu ihnen zählen Hummer, Languste, Kaisergranat, Krabbe, Krebs und Garnele. Das Fleisch steckt, soweit vorhanden, in den Scheren, Beinen und Schwänzen. Es zeichnet sich durch einen hohen Eiweißgehalt aus und ist ausgesprochen fettarm. Allerdings enthält es auch viel Cholesterin. Dass sehr viele Menschen unter einer Allergie auf Krustentiere leiden, tut der Beleibtheit ebenfalls keinen Abbruch. Dies liegt neben dem delikaten Geschmack vermutlich auch daran, dass die Zubereitung relativ einfach ist und wenig Zutaten benötigt. Ob dünsten, kochen, braten oder grillen – wichtig ist, dass die Tiere in Topf oder Pfanne nicht zu viel Hitze abbekommen, da das Fleisch sonst trocken und zäh wird. Perfekt ist es, wenn es noch leicht glasig ist. Auch mit Gewürzen sollte man vorsichtig sein, da der Eigengeschmack schnell überwürzt ist. Was soll ich sagen? Irgendwie kommt mit da ein Gedicht von Eugen Roth in den Sinn, das da lautet:

Ein Mensch gelangt mit Müh‘ und Not
vom Nichts zum ersten Stückchen Brot.
Vom Brot zur Wurst geht’s dann schon besser,
der Mensch entwickelt sich zum Fresser.
Und sitzt nun scheinbar ohne Kummer
als reicher Mann bei Sekt und Hummer.
Doch sieh, zu Ende ist die Leiter:
Vom Hummer aus geht’s nicht mehr weiter.
Beim Brot, so meint er, war das Glück,
doch findet er nicht mehr zurück.

IMG_0551Krustentiere – da kann einem schon das Wasser im Mund zusammenlaufen.

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