„Ausreden können tödlich sein!“

Der Darmkrebsmonat März ist zwar schon wieder lange vorbei. Doch das Thema Darmkrebsvorsorge sollte eigentlich jeden Monat aktuell sein und auf der Tagesordnung stehen. Denn nach wie vor sterben in Deutschland jährlich rund 26.000 Menschen an dieser Krankheit, der man wie kaum einer Krebsart so leicht vorbeugen kann. Durch Früherkennung, da sind sich die Experten einig, könnten nahezu alle Darmkrebsfälle verhindert oder geheilt werden. „Ausreden können tödlich sein!“, lautete denn auch das Motto der diesjährigen Kampagne der Felix Burda Stiftung, dessen Namensgeber 2001 mit gerade einmal 33 Jahren an Darmkrebs verstorben ist. Damit einem dieses Schicksal erspart bleibt, sollte man spätestens ab dem 50. Lebensjahr das Thema Darmkrebsvorsorge auf dem Schirm haben. Gibt es eine familiäre Vorbelastung, ist es ratsam, 10 Jahre vor dem Erkrankungsalter des Angehörigen aktiv zu werden. Was soll ich sagen? Opa ist heute wieder einmal mit gutem Vorbild vorausgegangen und hat eine Darmspiegelung machen lassen. Es hat nicht nur nicht weh getan, sondern auch noch ungemein beruhigt. Denn ich brauche mich erst wieder in fünf Jahre zu melden. In Berlin sagt man in solch einer Situation: Da kannste nicht meckern!

Selbst und ständig

Ein Bericht der Welt hat es heute (wieder einmal) zu Tage gefördert: Selbstständigkeit bedeutet Selbstausbeutung. Jedenfalls bewegt sich die wöchentliche Arbeitszeit in Größenordnungen, die selbst bei ganz hartgesottenen Gewerkschaftern sofort Herzrasen auslösen würden. Denn das haben die Experten des Statistischen Bundesamtes herausgefunden: Für sage und schreibe 52 Prozent aller Selbstständigen ist es völlig normal, 49 Stunden oder mehr pro Woche zu schuften. So viele Stunden im Büro verbringen gerade einmal sieben Prozent der Arbeitnehmer im Vollzeitvertrag. Auch Opa kann davon ein Lied singen, das da lautet: Selbst und ständig. Dafür muss man sich dann vorhalten lassen, dass ja der Kipplaster mit dem Geld mehrmals am Tag vorfährt und die Kohle ablädt. Schön wär das ja, aber leider ist dem nicht so. Während zwar einige mit viel Arbeit auch viel Geld verdienen, kämpfen andere Selbstständige mit Einkommen, die gelegentlich nicht einmal oberhalb der Grundsicherung liegen. Das geht sogar soweit, dass Sozialverbände es mittlerweile für geboten halten, Selbstständige in die gesetzliche Rentenversicherung zu integrieren, damit in dieser Bevölkerungsgruppe keine Altersarmut um sich greift. Was soll ich sagen? Damit mich niemand falsch versteht: Ich will mich nicht beschweren! Ich liebe meine Selbstständigkeit. Ich arbeite auch gerne und viel. Und ich zahle auch gerne und viel Steuern und Abgaben(, weil ich ansonsten nämlich nichts verdienen würde.) Aber was ich mittlerweile hasse wie die Pest, ist der Umstand, dass ich mich immer wieder für mein kapitalistisches Dasein entschuldigen muss. Ich werfe ja auch niemandem vor, dass er sich in die soziale … Ach lassen wir das und freuen uns auf ein arbeitsames bzw. arbeitsfreies Wochenende – je nachdem.

KINDER | KOCHEN auf 5 Seiten

Obwohl Schulferien sind, hat Opa Post von der Humboldthain-Grundschule in Berlin erhalten. Das ist die Schule, bei der Oma und Opa im Rahmen von KINDER | KOCHEN Kochkurse für die sechsten Klassen abhalten. Unser letzter Einsatz dort, den wir gemeinsam mit Sternekoch Tim Raue, dem Schirmherrn von KINDER | KOCHEN, bestritten haben, hat nun in der aktuellen Ausgabe der Kiezwelt, der Schülerzeitschrift der Schule, seinen Niederschlag gefunden. Gleich auf fünf Seiten wurde der Projekttag gewürdigt und mit ausgesprochen netten Fotos illustriert. Was soll ich sagen? Die „Kiezwelt“ ist nicht ohne Grund bereits ausgezeichnet worden. Das ist der Anfang von Qualitätsjournalismus.

  KINDER | KOCHEN auf 5 Seiten  in der „Kiezwelt“.

Ausgesprochen genügsam

Während unsere Versuche, eine Peperoni-Aufzucht anzulegen, nach wie vor ziemlich bescheiden verlaufen, gedeihen an anderer Stelle Steinpflanzen, die wir vor Jahren von einer Bekannten bekommen haben. Jedenfalls blühen die Hauswurze, wie sie genannt werden, prächtig. Das liegt vor allem daran, dass sie ausgesprochen genügsam sind. Die robusten Dickblattgewächse wachsen auch dort, wo andere Pflanzen schon längst aufgegeben haben. Was soll ich sagen? Einen schönen Sonntag noch, und bleiben Sie gesund …

Ziemlich genügsam: Der Hauswurz oder Sempervivum, wie der Lateiner sagt.

Wenn’s der Schule reicht …

Es ist nicht zu fassen, wie die Zeit vergeht: Gerade noch war Einschulung und jetzt hat unser ältester Enkel schon sein erstes Zeugnis bekommen. Damit gehört er zu fast 700.000 Schülern in Berlin und Brandenburg, die nunmehr Sommerferien haben. Passend dazu schien die Sonne und machte Lust auf mehr. Allerdings herrschte nicht für alle eitel Sonnenschein. Denn so manches Zeugnis ließ dunkle Wolken am Elternhimmel aufziehen. Während unser Großer sein erstes Jahr mit Bravour gemeistert hat, gibt es aber auch Kinder, deren Noten für Ärger vor allem bei den Eltern sorgen. Was soll ich sagen? Denen möchte ich die Weisheit einer alten Dame mit auf den Weg geben, die sie mir gegenüber immer hat gelten lassen und die ich später gerne bei meinen Kindern übernommen habe: Wenn’s der Schule reicht, reicht’s mir schon lange. Das ist ziemlich cool und relaxed und nimmt eine Menge Druck vom Kessel. So Sie betroffen sind, denken Sie darüber nach. Es macht das Leben, dessen Ernst schnell genug kommt, etwas leichter.

PS: Unser jüngster Enkel ist dann nächstes Schuljahr auch dran. Doch jetzt sind erst einmal Ferien.

Wenn nicht bei den Großeltern …

Ich lebe noch. Nur hatte ich diese Woche so viel zu tun, dass ich nicht dazu gekommen bin, hier irgendetwas zu schreiben. Dabei warten so viele schöne Geschichten auf Veröffentlichung. Deshalb heute nur auf die Schnelle ein kurzer Bericht vom Wochenende. Da waren nämlich unsere beiden Kurzen bei uns zum Essen und wurden mit ihrem Lieblingsnachtisch überrascht: Frisch vom Tisch! Auch wenn nicht alle Eltern vollends begeistert waren, die beiden Buben hatten ihren Spaß. Was soll ich sagen? Wenn nicht bei den Großeltern, wo dann? Ein schönes Wochenende noch und bleiben Sie gesund …

Der Lieblingsnachtisch wird vorbereitet: Frisch vom Tisch!

Wer Ordnung hält …

Abgesehen von ein paar dürftigen Sonnenstrahlen waren die vergangenen Tage nicht gerade der Sommer-Brüller. Immer wieder haben dunkle Wolken den Himmel verdunkelt und Regengüsse zumindest das in dieser Jahreszeit obligatorische Sprengen obsolet gemacht. Wenigstens Rasen und Sträucher haben sich gefreut. Aber was soll’s, Opas Schreibtisch hat ohnehin unüberhörbar gefordert: Räum‘ mich auf! Was soll ich sagen? Da fällt mir nur ein: Wer Ordnung hält, ist nur zu faul zum Suchen. In diesem Sinne ein schönes Wochenende noch und bleiben Sie gesund …

Opas Schreibtisch hat unüberhörbar gefordert: räum‘ mich auf!

… wo der Hammer hängt

Jeder hat ja so seine Lieblinge. Bei unserem jüngsten Enkel ist das aktuell der Ankylosaurus. Kennen Sie nicht? Besagtes Tier ist eine Gattung aus der Gruppe der Vogelbeckendinosaurier, also kurz ein Dino. Dass sich unser Kurzer genau diesen zu seinem Favoriten auserkoren hat, kommt nicht von ungefähr. Immerhin brachte der Ankylosaurus bis zu neun Tonnen auf die Waage und konnte sich mit einer verknöcherten Keule an seiner Schwanzspitze bestens verteidigen und sogar gegen fleischfressende Räuber wie Tyrannosaurier zur Wehr setzen. Selbst war der Ankylosaurus Pflanzenfresser und somit keine (große) Gefahr für andere Tiere. Was soll ich sagen? Vielleicht kommt ja von der Wehrhaftigkeit dieses Sauriers der Spruch: Jemandem zeigen, wo der Hammer hängt.

Liebling unseres jüngsten Enkels: Der Ankylosaurus aus der Gruppe der Vogelbeckendinos.

Ein Leben wie Pandas in Berlin

Opas Chinesisch ist etwas eingestaubt. Jedenfalls musste er beim heutigen Staatsakt für die beiden Panda-Bären im Zoo Berlin den Simultandolmetscher in Anspruch nehmen, als der chinesische Staatspräsident Xi Jinping seiner Hoffnung Ausdruck verlieh, dass die beiden Bären die Beziehungen zwischen China und Deutschland noch weiter vertiefen und Botschafter der Freundschaft sein mögen. Bundeskanzlerin Angela Merkel stieß ins gleiche Horn und erklärte, dass Jiao Qing (Schätzchen) und Meng Meng (Träumchen) zwei sehr sympathische Botschafter seien. Wie auch immer, die beiden Bären sind derzeit die einzigen Riesenpandas in Deutschland. Für die breite Öffentlichkeit zu sehen sind die Tiere ab dem morgigen Tag. Dafür muss der Zoo Berlin übrigens 1 Million US-Dollar jährlich auf den Tisch blättern. Denn Schätzchen und Träumchen sind kostenpflichtige Leihgaben Chinas, und das zunächst für die nächsten 15 Jahre. Was soll ich sagen? Opa würde gerne mit den Pandas tauschen. Denn die fressen und schlafen jeweils zwölf Stunden am Tag und liegen dabei auch noch faul herum. Was ist da schon ein Leben wie Gott in Frankreich. Ab jetzt heißt es: Ein Leben wie Pandas in Berlin.

Machten den beiden Panda-Bären heute ihre Aufwartung: Bundeskanzlerin Angela Merkel und der chinesische Staatspräsident Xi Jinping beim Staatsakt im Zoo Berlin.