#WithRefugees: Hoffentlich hilft’s

Der Berg ruft ist ein deutscher Bergsteigerfilm aus den 30er Jahren, der die Ereignisse um die dramatischen Erstbesteigung des Matterhornes zuspitzt und in dem der legendäre Luis Trenker die Hauptrolle spielt. Später wurde der Filmtitel zu einem geflügelten Wort für die Freunde der Berge. Mittlerweile heißt es jedoch, der Berg ruft nicht mehr, sondern er kommt. Denn, die Temperaturen in den Alpen sind im letzten Jahrhundert doppelt so stark gestiegen wie im weltweiten Durchschnitt, so dass die Gletscher schmelzen und Felsstürze an der Tagesordnung sind. Ungeachtet aller Warnungen hat der Mensch Raubbau an der Natur betrieben, die sich jetzt rächst. Wie ein Déjà-vu wirkt da gerade das weltweite Flüchtlinsgproblem, das heute durch den Weltflüchtlingstag ins allgemeine Bewusstsein gerückt werden soll. Immerhin wird schon seit Jahren auf die Problematik hingewiesen, werden die Fluchtursachen wie Krieg, Hunger und Terror angeprangert. Doch getan hat sich nicht viel, um nicht zu sagen nichts. Man kann es auch anders formulieren: Die Flüchtlinge haben gerufen, vergeblich, jetzt kommen sie – wie der Berg, dessen Rufe ungehört verhallt sind. Was soll ich sagen? Opa beteiligt sich gerne an der Bloggerparade, die anlässlich des Weltflüchtlingstages quer über den Globus unter dem Hashtag #WithRefugees stattfindet. Vielleicht trägt es ja dazu bei, dass die Hilferufe doch noch gehört werden, die des Berges wie die der Flüchtlinge.

Ein Rettungsboot der italienischen Küstenwache nimmt auf dem offenen Meer Flüchtlinge an Bord. Auf der Mittelmeerroute sind nach Schätzungen seit dem Jahr 2000 über 30.000 Menschen ertrunken.                                                                    Foto: UNHCR/A. D‘Amato

Classic Day: Besuch lohnt sich

Oma und Opa dürften wohl zu den älteren Modellen gezählt haben, die heute auf dem Kurfürstendamm in Berlin zu sehen waren. Dort finden gerade die Classic Days Berlin 2017 statt, während der zwischen Olivaer Platz und Joachimsthaler Straße bis morgen Abend noch rund 2.000 Oldtimer zu sehen sind. Unser Enkel war mit seiner Mutter mit von der Partie, kam aber nicht so zum Zuge, wie er sich das erhofft hatte. Der kleine Mann wollte unbedingt einen Lamborghini sehen und im Idealfall einmal hinterm Steuer sitzen. Doch daraus wurde leider nichts – mangels Lamborghini. Dennoch gab es viele schöne Autos zu sehen. Opa war besonders angetan vom einem BMW 507, der zwischen 1956 und 1959 in einer Stückzahl von 252 gebaut wurde. Vor lauter Begeisterung habe ich vergessen, den immerhin noch zugelassenen Wagen zu fotografieren. Was soll ich sagen? Wenn Sie morgen nichts Besseres vorhaben und in der Nähe des Kurfürstendammes in Berlin sind, lohnt sich ein Besuch ganz sicher. Ansonsten: Ein schönes Wochenende noch und bleiben Sie gesund …

Auch wenn er keinen Lamborghini zu Gesicht bekam, war unser Enkel doch beeindruckt. 

Coding Kids und iEnkel

Opa kümmert sich ja bekanntermaßen als Botschafter des Bundesverbandes 50Plus um das Thema „Internet und Senioren“. Ebenso wichtig ist aber auch das Thema „Digitale Bildung“, mit der Kinder an einen verantwortungsbewussten Umgang mit den modernen Medien herangeführt werden. Innerhalb dieses Spannungsbogens gibt es jetzt ein neues Projekt in Berlin, das Kinder, Teenager, Eltern, Großeltern und Pädagogen gleichermaßen ansprechen soll: Coding Kids heißt das Unterfangen, das getragen wird von Anja Horn und Sandra Rexhausen von der Agentur „Einhorn Solutions“ sowie Jakob Schulz, der bis Ende letzten Jahres noch bei der Süddeutschen Zeitung war und seit Januar 2017 Chefredakteur des gleichnamigen Digitalen Magazins ist. Dass dessen Inhalte auch über Facebook und Twitter verbreitet werden, versteht sich von selbst. Aber auch ein Printmagazin soll es geben, dessen Erscheinen allerdings noch in den Sterne steht – Wunschtermin ist laut Schulz der Schulstart nach den Sommerferien im September in Berlin. Und Veranstaltungen sind ebenfalls geplant. „Es muss klar sein, dass die Digitalisierung längst da ist und auch nicht mehr weg geht. Deshalb muss sich unsere Gesellschaft und gerade die Schule mit digitaler Bildung beschäftigen. Es geht dabei um ein gesundes Mittelmaß“, wird Schulz von einem Medienmagazin zitiert und dort von Rexhausen ergänzt: „Coding Kids steht für uns dafür, dass die meisten Menschen noch in den digitalen Kinderschuhen stecken und digital noch viel lernen können.“ Was soll ich sagen? Es ist zu hoffen, dass das Projekt erfolgreich ist und den Machern nicht irgendwann die Luft ausgeht. Denn eines ist klar: Bei diesem Thema heißt es, ganz dicke Bretter zu bohren. Das gilt insbesondere für den Spagat zwischen den ganz Kleinen und den ganz Alten. Aber vielleicht bildet ja gerade der die Brücke zwischen den Generationen, über die dann von beiden Seiten aus digital wie analog gewandelt werden kann. Wie hat es Opa einmal in seinem flammenden Plädoyer für die iEnkel in Men’s Health Dad formuliert: „Nur die Unbefangenheit der ganz Jungen kann die Unsicherheit der Alten überwinden helfen, deren größte Angst es ist, ihre Kinder anrufen und beichten zu müssen: ‚Hilfe, ich habe das Internet gelöscht!‘“

Coding Kids: Screenshot des Digitalmagazins, das unter www.codingkids.de erreichbar ist.

So kann’s bleiben!

Endlich mal wieder ein Wochenende wie aus dem Bilderbuch. Sonne satt und ausgesprochen angenehme Temperaturen, so dass man das Leben nach draußen verlagern konnte. Oma und Opa haben das weidlich ausgenutzt und kleinere Fahrradtouren unternommen, im Garten gewerkelt und unsere Sitzgelegenheit an der Hecke frequentiert. Dabei konnten wir feststellen, dass sich sowohl unsere Peperoni als auch unsere Quitte recht vielversprechend entwickeln. Insofern sind wir guter Hoffnung, im Herbst passable Ernten einzufahren. Was soll ich sagen? So kann’s bleiben. Früher, in einem Anflug von jugendlichem Übermut, hätte ich hinzugefügt: Bis Weihnachten und dann langsam wärmer werden. Jetzt im Alter wird man bescheidener und genügsamer und genießt das Leben, so wie es ist. Viele Menschen wären jedenfalls froh, wenn es ihnen so gut ginge wie Oma und Opa. In diesem Sinne: Ein schönes Wochenende noch und bleiben Sie gesund …

 Lassen auf eine gute Ernte hoffen: Peperoni und Quitte.

Wer treibt da sein Unwesen?

Irgendein Tier treibt derzeit sein Unwesen in unserem Garten. Grundsätzlich sind ja alle willkommen: Ob Amsel, Drossel, Fink und Star, die ganze Vogelschar wird von uns durchgefüttert, Taube und Eichelhäher inklusive. Auch Maus, Eichhörnchen und Fuchs sind mehr oder weniger gelitten, wenn sie sich denn gut benehmen. Letzterer allerdings gehört zum Kreis der Verdächtigen. Denn jeden Morgen finden wir immerhin etwas größere Gegenstände wie (Garten-)Schuhe oder Kaminholz auf unserem Rasen, die am Abend zuvor noch auf der Terrasse platziert waren. Auch die Meisenkugeln vom Vogelhäuschen liegen plötzlich herum, statt dort zu hängen, wo sie hingehören. Was soll ich sagen? Oma und Opa sind ja gutmütig und wollen niemandem etwas Böses. Aber es nervt irgendwie schon, wenn man jeden Morgen erst den Garten aufräumen muss, ehe der Tag überhaupt so richtig beginnt.

Wie sind die Schuhe auf den Rasen gekommen? Selbst gelaufen sind sie sicherlich nicht.

So Großeltern muss man finden

So Großeltern muss man auch erst einmal finden: Oma und Opa haben sich an diesem verlängerten Wochenende mit ihrer ältesten Tochter und deren Sohn getroffen, um über die Steglitzer Festwoche zu schlendern. Dabei war es alleine mit Schlendern über dieses jährlich rund um Pfingsten stattfindende Volksfest in Berlin nicht getan. Gleich am Eingang lauerte das „ultraschnelle Magic“, von dem sich unserer Ältester unbedingt durch die Lüfte katapultieren lassen wollte. Also musste sich erst einmal Opa erbarmen, damit der Kleine zu seinem Recht kam. Der anschließende Besuch der Autoscooter glich da fast einer Erholung, sieht man einmal von den Karambolagen ab, denen wir vier gleichermaßen und ziemlich häufig ausgesetzt waren. Beim „Fun House Happy Family“ war es dann an Oma, sich mit dem jungen Mann die drei Stockwerke zu erarbeiten, um dann von oben via Rutsche wieder auf den Boden des Alltags zu gelangen.  Was soll ich sagen? Spaß hat es gemacht und Erinnerungen von Oma und Opa geweckt. Mit unseren Kindern haben wir das auch gemacht – und unsere Eltern mit uns. Volksfeste üben doch nach wie vor eine große Faszination auf Kinder wie Erwachsene aus. Allerdings kostet das Ganze mittlerweile fast ein Vermögen, wenn man als Familie so einen Rummel besucht.

 Opa mit seinem ältesten Enkel auf der Steglitzer Festwoche in Berlin.

Mehr Geist könnte nicht schaden

Nach Weihnachten und Ostern ist Pfingsten das dritte große Fest der Christen, die an diesem Tag die Entsendung des Heiligen Geistes durch Gott und den damit verbundenen Geburtstag der Kirche feiern. Wenn also heute und morgen das Pfingstfest mit all seinen regionalen Bräuchen wie zum Beispiel den Pfingstfeuern gefeiert wird, werden sich die Menschen wünschen, dass der Heilige Geist doch bitte möglichst viele Zeitgenossen erreicht. Denn was in diesen Tagen so die Schlagzeilen beherrscht, mag den Einen oder den Anderen an Gott und der Welt verzweifeln lassen: Terror – Hunger – Krieg, die Tagesschau ist schon lange nicht mehr jugendfrei. Hinzu kommen Despoten wie US-Präsident Donald Trump oder der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan, die durch die Weltpolitik poltern und wie Elefanten im Porzellanladen wirken. Insofern könnte quer über den Globus etwas mehr Geist, der zu internationaler Völkerverständigung und einem friedlichen Miteinander führt, nicht schaden. Was soll ich sagen? Es kommt sicher nicht von ungefähr, dass die Taube nicht nur eines der bekanntesten Pfingstsymbole ist und für den Heiligen Geist steht, sondern in vielen Kulturen auch für Reinheit und Frieden.

Bei uns im Garten ist die Taube bereits  gelandet, auch wenn sie keine weiße ist.

Was liegt auf dem Teller?

Opa hat in der Küche mal wieder zugeschlagen. Mit diversen Zutaten hat er für Oma und sich einen kleinen Leckerbissen kreiert, der auf dem Bild zu sehen ist und Oma zu wahren Lobeshymnen veranlasste: „Super lecker!“, schwärmte sie. Was soll ich sagen? Erst einmal gar nichts. Denn die Frage, die ich jetzt stelle, lautet: Aus welchen Bestandteilen besteht die Kreation, die als Vorspeise oder Zwischengericht dienen kann? Und wie sind sie zubereitet? Vor allem meine Leser unter den Food-Bloggern sind jetzt gefordert. Wer mich ein wenig kennt, sollte der Lösung ziemlich nahe kommen. Viel Spaß beim Rätseln. Die Auflösung gibt’s demnächst hier auf diesem Blog.

Aus welchen Bestandteilen besteht die Kreation, die als Vorspeise oder Zwischengericht dienen kann? Und wie sind sie zubereitet? Viel Spaß beim Rätseln.

Deutschland nur auf Platz zehn

Heute ist Internationaler Kindertag – und doch gibt es wahrlich keinen Grund zu feiern. Schließlich werden weltweit mehr als 700 Millionen Kinder – und damit ein Viertel aller Jungen und Mädchen – ihrer Kindheit beraubt. Warum das so ist, hat Save the Children aufgeschrieben und zum heutigen Kindertag veröffentlicht. Der Bericht Geraubte Kindheit untersucht dabei die Lebensbedingungen von Kindern in 172 Ländern anhand von acht Indikatoren. Schön ist das nicht zu lesen, um nicht zu sagen: Es ist tieftraurig. Was soll ich sagen? Vor dem Hintergrund dieser Lebenswirklichkeit mutet der Zwist um das Datum des Kindertages schon fast zynisch an. Dabei kann es gar nicht genug Kindertage geben, um auf die Missstände aufmerksam zu machen. Opa jedenfalls wird dies am 20. September (Weltkindertag) tun und am 20. November (Internationaler Tag der Kinderrechte) und an allen anderen Tagen, an denen er dies für nötig hält. Denn, und auch das ist nicht gerade erbaulich, Deutschland liegt beim Ranking nur auf Platz zehn. Da ist also auch noch genügend Luft nach oben.

                                                Sanjana, gerade einmal fünf Jahre alt, muss im Müll                                                        eines Slums am Standrand von New Dehli nach                                                recycelbarem Material suchen. Sieht so Kindheit aus?                                                         © CJ Clarke / Save the Children

Was sich liebt, das neckt sich

Opa ist jetzt fix und fertig. Als ich nach dem Mittagessen so in der Sonne saß und mir die warmen Sonnenstrahlen genüsslich auf den Pelz scheinen ließ, schlug Oma zu: „Jetzt wirst Du aber richtig grau“, tönte es aus dem Schatten, wenig später gefolgt von: „Und weniger Haare hast Du mittlerweile auch.“ Das hatte gesessen. Da ist man noch nicht einmal 65 Jahre alt und schon fallen sie aus dem Familienrudel über einen her. Wenn meine Töchter auch noch da gewesen wären, wäre es vermutlich auch nicht viel glimpflicher. Was soll ich sagen? Altwerden ist wirklich nichts für Feiglinge bzw. Weicheier. Wenigstens kam Oma später doch tröstend zu mir und meinte mit leicht säuselnder Stimme: „Was sich liebt, das neckt sich.“