Alles ein bisschen größer

Oma und Opa konnten es sich am Wochenende so richtig gut gehen lassen. Nachdem unsere Kinder ihr Eltern-Verschickungs-Programm wieder aufgelegt und uns nach Paris verfrachtet hatten, lautete das Motto: Leben wie Gott in Frankreich. Angesichts der Kilometer, die wir durch die französische Hauptstadt gelaufen sind, haben wir uns das aber auch verdient. Und das Huguette, das wir gleich am ersten Abend entdeckt hatten, wurde dann gleich zu unserem Stammlokal, das uns abends mit seinen Meeresfrüchten lockte. Verglichen mit Berlin ist Paris, man muss es so sagen, riesig: Die Entfernungen sind enorm, die Straßen lang und breit sowie die Gebäude gigantisch. Der Arc de Triomphe ist – wenn man sich das Brandenburger Tor daneben vorstellt – gewaltig. Vom Eiffelturm will ich gar nicht reden. Alles ist ein bisschen größer und weiter. Auch die Entfernungen, die man innerhalb der Metro zu Fuß zurücklegen muss, sind beachtlich. Was soll ich sagen? Mit einem aber kann Berlin mithalten, nämlich mit den Kaffee-Preisen. Als ich im Café Georges V auf den Champs-Élysées angesichts eines Preises von 7,20 Euro pro Café Creme ein wenig Schnappatmung bekam, meinte Oma nur lapidar: Im Adlon ist’s teurer. Dort kostet der Kaffee 7,50 Euro – wäre doch auch gelacht gewesen.

            

Wie Gott in Frankreich

Dieses Wochenende bleibt, komme was da wolle, arbeitsfrei: Kein Büro, kein Computer, kein Telefon, kein Blog, kein gar nichts. Oma und Opa wollen einfach nur den lieben Gott einen guten Mann sein lassen und wie eben dieser in Frankreich leben. Dass dazu auch ein Glas französischer Weißwein gehört, versteht sich wohl von selbst. Und eine Kleinigkeit zu essen sollte auch noch drin sein. Was soll ich sagen? Einmal im Jahr muss Ruhe sein – ist ja sozusagen unser Jahresurlaub. Ein schönes Wochenende noch und bleiben Sie gesund …

 Na denn Prost …

Ab in die Kleiderkammer

Die Deutschen sind zu dick, sogar dicker als der EU-Durchschnitt. Nach einer EU-Statistik lag der Anteil adipöser Erwachsener zwischen Flensburg und Garmisch-Patenkirchen bei 16,9 Prozent gegenüber 15,9 Prozent europaweit. Auch Opa hat zu dieser Statistik beigetragen. Allerdings habe ich mittlerweile über 20 Kilogramm abgenommen und fühle mich pudelwohl. Das wiederum blieb auch anderweitig nicht ohne Folgen. Der Anteil an Kleidungsstücken, die jetzt überhaupt nicht mehr passten, war beachtlich gestiegen, so dass ich erst einmal kräftig ausgemistet habe. Doch das, was da in den Kleidersäcken gelandet ist – zum Teil Sachen, die ich vielleicht zwei Mal angehabt habe -, wandert nicht in den Müll, sondern in der Kleiderkammer der Franziskaner-Suppenküche in Berlin-Pankow. Dorthin fahren Oma und ich jetzt und geben die ausrangierten Stücke ab. Was soll ich sagen? Wer ebenfalls seinen Kleiderschrank ausmistet, sollte die Sachen nicht wegschmeißen. In der Nähe gibt es sicher eine Kleiderkammer, die sich freuen würde. Man muss nur ein bisschen recherchieren. Ein schönes Wochenende noch und bleiben Sie gesund …

Ausgesprochen genügsam

Während unsere Versuche, eine Peperoni-Aufzucht anzulegen, nach wie vor ziemlich bescheiden verlaufen, gedeihen an anderer Stelle Steinpflanzen, die wir vor Jahren von einer Bekannten bekommen haben. Jedenfalls blühen die Hauswurze, wie sie genannt werden, prächtig. Das liegt vor allem daran, dass sie ausgesprochen genügsam sind. Die robusten Dickblattgewächse wachsen auch dort, wo andere Pflanzen schon längst aufgegeben haben. Was soll ich sagen? Einen schönen Sonntag noch, und bleiben Sie gesund …

Ziemlich genügsam: Der Hauswurz oder Sempervivum, wie der Lateiner sagt.

Wenn nicht bei den Großeltern …

Ich lebe noch. Nur hatte ich diese Woche so viel zu tun, dass ich nicht dazu gekommen bin, hier irgendetwas zu schreiben. Dabei warten so viele schöne Geschichten auf Veröffentlichung. Deshalb heute nur auf die Schnelle ein kurzer Bericht vom Wochenende. Da waren nämlich unsere beiden Kurzen bei uns zum Essen und wurden mit ihrem Lieblingsnachtisch überrascht: Frisch vom Tisch! Auch wenn nicht alle Eltern vollends begeistert waren, die beiden Buben hatten ihren Spaß. Was soll ich sagen? Wenn nicht bei den Großeltern, wo dann? Ein schönes Wochenende noch und bleiben Sie gesund …

Der Lieblingsnachtisch wird vorbereitet: Frisch vom Tisch!

Wer Ordnung hält …

Abgesehen von ein paar dürftigen Sonnenstrahlen waren die vergangenen Tage nicht gerade der Sommer-Brüller. Immer wieder haben dunkle Wolken den Himmel verdunkelt und Regengüsse zumindest das in dieser Jahreszeit obligatorische Sprengen obsolet gemacht. Wenigstens Rasen und Sträucher haben sich gefreut. Aber was soll’s, Opas Schreibtisch hat ohnehin unüberhörbar gefordert: Räum‘ mich auf! Was soll ich sagen? Da fällt mir nur ein: Wer Ordnung hält, ist nur zu faul zum Suchen. In diesem Sinne ein schönes Wochenende noch und bleiben Sie gesund …

Opas Schreibtisch hat unüberhörbar gefordert: räum‘ mich auf!

Stein-Kind mit Haaren

Unglaublich, aber wahr: Das Stein-Kind in unserem Garten hat über Nacht Haare bekommen. Die geglätteten Eltern rechts und links sind völlig fassungslos. Was soll ich sagen? Weiter einen schönen ersten April, ein sonniges Wochenende noch und bleiben Sie gesund …

Das Stein-Kind in unserem Garten hat Haare bekommen. Die armen geglätteten Eltern …

Opas Blog feiert 4. Geburtstag

Die Treueste der Treuen werden es (vielleicht) wissen. Die anderen werden es kaum glauben. Aber auf den Tag genau vier Jahre alt ist heute Opas Blog. Über 1.400 Beiträge habe ich seit dem ersten Tag am 12. Februar 2013 geschrieben. Und es werden nicht die letzten gewesen sein. Es macht mir nach wie vor riesigen Spaß, die vielen kleinen und großen Geschichten und Themen aufzugreifen und Sie, liebe Leser, an den Gedanken eines Großvaters teilhaben zu lassen. Dass ich, so viel ich weiß, nach wie vor der einzige bloggende Großv@ter Deutschlands bin, betrübt mich ein wenig. Denn auch andere Opas erleben ja die tollsten Geschichten mir ihren Enkeln, machen sich Gedanken über Gott und die Welt und könnten das auch ganz sicher zu Papier bzw. auf den Bildschirm bringen. Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Was soll ich sagen? Bis dahin müssen Sie halt mit mir Vorlieb nehmen. Ein schönes Rest-Wochenende noch und bleiben Sie gesund …

So eine Geburtstagstorte hätte sich Opa zum 4. Geburtstag seines Blogs auch gewünscht.