Die Arbeit lohnt sich

Opa ist seinen Lesern noch etwas schuldig: Nämlich die Auflösung der Frage, aus welchen Bestandteilen das unten abgebildete Gericht besteht. Also, erst einmal die Zutaten: Wasabi und Sojasauce, das ist ja ganz offensichtlich. Hiernach wird es schon etwas anspruchsvoller: Rotgarnele, Lotuswurzel, japanische Mayonnaise, Frühlingszwiebel, Brunnenkresse, brauner Zucker, Reisflakes, weiße und schwarze Sesamkörner, Erdnussöl. Zunächst die Reisflakes im Erdnussöl kurz hellbraun frittieren und Sesamkörner rösten. Dann die Lotuswurzel schälen und in dünne Scheiben schneiden, die Frühlingszwiebel waschen und ebenfalls in kleine Röllchen schneiden. Dann die Rotgarnelen (pro Person drei) mit Schale, aber schon entdarmt in kochendes Wasser geben, sofort abschalten und kurz ziehen lassen. Mit kalten Wasser abschrecken. Die Lotuswurzel mit den Frühlingszwiebeln karamellisieren und ebenfalls abkühlen lassen. Die Schalen von den Rotgarnelen entfernen und in einer feinen Wasabi-Mayonnaise wenden, dann mit den Reisflakes panieren. Das Ganze wie abgebildet auf einem Teller anrichten, mit Kresse und Sesam dekorieren. Was soll ich sagen? Rotgarnele einmal anders – ist wirklich lecker, die Arbeit lohnt sich. Und demnächst gibt’s in Opas Kochbuch noch eine andere Variante, die nicht ganz so aufwendig ist, aber ebenfalls gut schmeckt.

Brontosaurus Eier!?!?

Wenn das unser jüngster Enkel wüsste: Opa hat Brontosaurus Eier gekauft! Brontosaurus Eier!?!? Wieso, werden Sie sich sicher fragen, hat Opa Eier von einem Dinosaurier – dem derzeitigen Lieblingsgeschöpf unseres Enkels – gekauft, der bereits seit ungefähr 150 Millionen Jahren ausgestorben ist. Weil diese Eier, so denn die Antwort, bei einem Discounter im Regal lagen. Nun handelt es sich, um bei der Wahrheit zu bleiben, bei diesen Eiern um eine Frucht, die aus einer Kreuzung aus Pflaume und Aprikose besteht. Pluot heißt sie offiziell, wurde im späten 20. Jahrhundert von Floyd Zaiger entwickelt und ist ein eingetragenes Warenzeichen (brontosaurus egg®). Die Frucht zeichnet sich dadurch aus, dass sie besonders süß ist sowie eine glatte Oberfläche und einen kleinen Kern hat. Darüber hinaus ist sie reich an Kohlenhydraten, Ballaststoffen und den Vitaminen A, B und C sowie an Kalzium, Magnesium, Kalium und Eisen. Was soll ich sagen? Auf den Punkt gebracht: Einfach nur lecker und gesund.

Sehen nicht nur toll aus, sondern schmecken auch noch fantastisch: Pluots oder auch Brontosaurus Eier genannt, die eine Kreuzung aus Pflaume und Aprikose sind.

Wenn nicht bei den Großeltern …

Ich lebe noch. Nur hatte ich diese Woche so viel zu tun, dass ich nicht dazu gekommen bin, hier irgendetwas zu schreiben. Dabei warten so viele schöne Geschichten auf Veröffentlichung. Deshalb heute nur auf die Schnelle ein kurzer Bericht vom Wochenende. Da waren nämlich unsere beiden Kurzen bei uns zum Essen und wurden mit ihrem Lieblingsnachtisch überrascht: Frisch vom Tisch! Auch wenn nicht alle Eltern vollends begeistert waren, die beiden Buben hatten ihren Spaß. Was soll ich sagen? Wenn nicht bei den Großeltern, wo dann? Ein schönes Wochenende noch und bleiben Sie gesund …

Der Lieblingsnachtisch wird vorbereitet: Frisch vom Tisch!

Was liegt auf dem Teller?

Opa hat in der Küche mal wieder zugeschlagen. Mit diversen Zutaten hat er für Oma und sich einen kleinen Leckerbissen kreiert, der auf dem Bild zu sehen ist und Oma zu wahren Lobeshymnen veranlasste: „Super lecker!“, schwärmte sie. Was soll ich sagen? Erst einmal gar nichts. Denn die Frage, die ich jetzt stelle, lautet: Aus welchen Bestandteilen besteht die Kreation, die als Vorspeise oder Zwischengericht dienen kann? Und wie sind sie zubereitet? Vor allem meine Leser unter den Food-Bloggern sind jetzt gefordert. Wer mich ein wenig kennt, sollte der Lösung ziemlich nahe kommen. Viel Spaß beim Rätseln. Die Auflösung gibt’s demnächst hier auf diesem Blog.

Aus welchen Bestandteilen besteht die Kreation, die als Vorspeise oder Zwischengericht dienen kann? Und wie sind sie zubereitet? Viel Spaß beim Rätseln.

Auf die Kräuter, fertig, los

Kräutertechnisch gesehen kann der Sommer kommen. Die Kräuterbank, die Oma und Opa jetzt angelegt haben, ist fertig. Es fehlen nur noch Peperoni, an denen sich Oma – trotz aller Aufzucht-Desaster – noch einmal versuchen will. Nicht nur ich bin da gespannt. Auch unsere diesbezüglichen Blog-Freunde in Langen und Leipzig werden das mit Interesse verfolgen. Wie dem auch sei: Die Vielfalt der Kräuteraromen ist jetzt schon beachtlich: Estragon, Kaffir Limette, Koriander, Lorbeer, Majoran, Oregano, Prickelknöpfe, Petersilie, Pimpinelle, Rosmarin, Salbei, Schnittknoblauch, Schnittlauch (normal und breitblättrig), Thymian und Zitronenthymian. Was soll ich sagen? Auf die Kräuter, fertig, los. Ein schönes Wochenende noch und bleiben Sie gesund …

Unsere neue Kräuterbank: Auf die Kräuter, fertig, los!

Tatar mit meiner Handschrift

Ich habe lange überlegt, welches Gericht wäre wohl mein „signature dish“, wie es heute so schön heißt. Jetzt weiß ich es: Das Wafu Tatar ist das Gericht, in dem ich mich am meisten wiederfinde und das meine Handschrift trägt. Denn ich liebe Fleisch und ich liebe die asiatischen Küchen. So ist denn der Hauptbestandteil Fleisch, reines, rohes, kräftiges Rindfilet. Die weiteren Zutaten sind eher japanisch und kommen ausgesprochen aromatisch daher. Dabei ist die Wasabi-Mayonnaise noch recht mild und besitzt nur einen Hauch von Schärfe. Die eigentliche Würze erhält dieses Gericht durch den Ingwer, den Knoblauch und die Sojasauce, abgerundet durch (Ghoa-)Kresse, Sansho und Meersalz. Was soll ich sagen? Ich kann dieses Tatar nur empfehlen. Das Rezept findet sich hier. Und vielleicht hat ja noch jemand noch Lust, sein „signature dish“ zu verraten. Ich bin gespannt.

PS: Wafu bedeutet so viel wie „auf japanische Art“ bzw. „in japanischem Stil“.

Die Zutaten und das Endprodukt: Das Wafu Tatar.              

Wenn doch alles so einfach wäre

Bislang hat sich Opa damit begnügt, einfache Gartenkresse mittels Kresse-Igel oder Kresse-Schwein anzubauen. Jetzt aber geht’s ab in eine andere Liga. Rock Chives®, Sakura Cress® oder Ghoa Cress® heißen künftig die Sorten, die von Opa hochgezogen werden. Doch zunächst gab es noch ein kleines Problem. Denn für die zehn Kresse-Sorten, die nun der Aufzucht entgegensehen, brauchte es auch verschiedene Aufzuchtschalen, die unserem Haushalt noch fehlten. Alles, was nur irgendwie in Betracht kommen konnte, wurde ausprobiert, erwies sich letztlich aber als nicht geeignet. Da kam Oma auf die Idee, sich einmal die Unterlage der Kresse, die wir jüngst in einem Supermarkt gekauft hatten, näher anzusehen. Und siehe da: Die Samenmatten, auch Cress-Pads genannt, die mit dem von uns in den Niederlanden bestellten Kressesamen mitgeliefert werden, passen exakt in diese Aufzuchtschale. Problem gelöst, dachte Opa. Aber weit gefehlt, selbst umfangreiche Recherchen im Internet brachten uns nicht auf die Spur des Hersteller und damit zur Bezugsquellee. Also rief Opa die Firma an, von der die gekaufte Kresse stammte: Die Gartenbauzentrale Papenburg. Bereits in der Telefonzentrale war die Dame ausgesprochen freundlich und meinte, da könnten die Kollegen sicher helfen. Dann dauerte es einen Moment und es meldete sich Lambert Leffers vom Gärtnereibedarf, den ich fragte, woher die Gartenbauzentrale denn die Schalen bezögen. Da wollte er wissen, wie viele ich denn bräuchte. Als ich etwas von fünf oder sechs erzählte, war er sichtlich amüsiert, da sein Bedarf durch Millionenlieferungen gedeckt wird. Gleichzeitig bot er mir aber an, mir einfach und unkompliziert ein paar Schälchen zu schicken. Und die waren zwei Tage später bereits da. Was soll ich sagen? Ach, wenn doch alles immer so einfach wäre und man nur solchen Menschen begegnen würde …

PS: Wenn wir die Kresse essen, werden wir immer an diese Geschichte denken. Und dass wir im Supermarkt immer mal wieder Kresse von der Gartenbauzentrale Papenburg kaufen werden, versteht sich von selbst.

Diese Aufzuchtschalen schickte uns völlig unkompliziert die Gartenbauzentrale Papenburg, so dass der Kresseanbau mit den exotischen Sorten bei Opa endlich auch losgehen kann.

Unsere Enkel lieben Asia-Küche

Es ist eine wahre Freude, mit unseren Enkeln zu kochen und zu essen. Die beiden Buben sind für (fast) alles zu haben, was man ihnen vorschlägt. Dabei kann es gar nicht exotisch genug zugehen. Insbesondere die asiatische Küche hat es den beiden angetan. Während der Große mehr auf Sushi steht, fährt der Kleine voll auf die vietnamesische Straßenküche ab. Und es ist nicht nur das Essen, was unseren Enkeln so gefällt, auch das Zubereiten bereitet ihnen unbändigen Spaß – zumal sie das auch schon mehr als gut beherrschen. Was das bedeutet, wissen alle, die schon mal ein Maki-Sushi gerollt bzw. eine Sommerrolle gefüllt und zusammengefaltet haben. Unser Jüngster hat sogar schon mal, als er mit seiner Mutter in Vietnam war, das Reispapier selbst hergestellt, aus dem Sommerrollen gemacht werden. Was soll ich sagen? Wer ebenfalls etwas tiefer in die vietnamesische Straßenküche einsteigen will, kann das mit dem gleichnamigen Buch tun, das gerade von mir besprochen wurde.

  Ob Sommerrollen oder Sushi, es kann sich sehen lassen, was unsere Enkel so produzieren.

Die Wahrheit auf dem Teller

Das vergangene Wochenende, an dem ich nicht einmal dazu gekommen bin, meine obligatorischen Wochenendgrüße loszuwerden, stand bei uns mehr oder weniger im Zeichen des Fußballs. Jedenfalls spielte Hertha BSC daheim gegen Borussia Dortmund und konnte dabei drei Punkte einfahren. Wieder einmal war uns jüngster Enkel dabei und einmal mehr Erfolgsgarant. Das Besondere bei diesem Spiel allerdings war, dass er sogar als Einlaufkind fungierte. Vermutlich derart inspiriert hat seine Mutter ihm dann für seine Party am Sonntag einen riesigen Fußballkuchen gebacken, der sich in der Tat sehen lassen konnte. Was soll ich sagen? Wenn man das Bild sieht, fragt man sich unwillkürlich, ob die Wahrheit wirklich nur auf dem Platz liegt oder vielleicht auch auf dem Teller. Denn, wie man so hört, soll er auch noch richtig gut geschmeckt haben.

Der Ball ist rund und der nächste Kuchen der schwerste.

Kochen als Willkommensgruß

Oma und Opa haben heute wieder im Rahmen von KINDER | KOCHEN einen Kochkurs an der Humboldthain-Grundschule in Berlin gegeben, dieses Mal für zwei Willkommens-klassen. Das war wirklich ein Erlebnis der besonderen Art. Denn alle Kinder hatten eine Geschichte, die vermutlich die wenigsten – auch hier auf dem Blog – hören wollen. Man könnte es auch anders, um nicht zu sagen etwas vornehmer ausdrücken: Diese Kinder im Alter von acht bis 13 Jahren haben in ihrem kurzen Leben bereits mehr erfahren als die meisten Menschen in unseren Breitengraden. Was soll ich sagen? Die Erde ist manchmal wirklich kein guter Ort. Aber Oma und Opa sind – zumindest heute – zufrieden, wieder etwas getan zu haben, was die Welt vielleicht ein kleines bisschen besser macht.

KINDER | KOCHEN: Was ist schöner als zufriedene und glückliche Kinder?