Grüner Kumpane

Glück kommt selten allein und geteilte Freude ist doppelte Freude. So oder so ähnlich kann man verbuchen, was Oma und Opa sich jetzt geleistet haben. Nachdem Opa ja eine Gallone Tabasco gewonnen hatte, fanden wir, dass der Kaventsmann doch irgendwie ziemlich verloren wirkte und mehr oder weniger alleine stand. Also haben wir ihm einen Kumpanen zur Seite gestellt, der nicht minder scharf ist und uns insofern gute Dienste tun wird, als derzeit der grüne Tabasco bei uns eine beachtliche Durchlaufgeschwindigkeit entwickelt hat. Das liegt an einer Salatsauce, die von KINDER | KOCHEN-Schirmherr Tim Raue stammt und einfach genial ist. Man nehme: 100 ml Rapsöl, 20 ml Limettensirup, 20 ml Nuoc-Mom, 10 g grüner Tabasco, 6 g weißer Reisessig 2 g weißer Muscovado-Zucker, 2 g Senf, 2 g Salz und 1/4 Bund Blattpetersilie gezupft. Alles mit dem Zauberstab vermixen und durch ein Sieb passieren. Die Petersilie, die übrig bleibt, lässt sich übrigens bestens für asiatische Fleischbällchen verwenden: Noch etwas Nuoc-Mam in das Gehackte geben, mit Salz und Szechuan-Pfeffer würzen, ausbraten und schon sind die Hackbällchen fertig. Dazu passen übrigens hervorragend Wasabi-Mayonnaise und Sweet Hot Chili Sauce. Doch zurück zur Salatsauce von Tim Raue, die so schon ein Gedicht ist und jedes Salatherz höher schlagen lässt. Wer sich die Arbeit machen will, kann das Ganze noch veredeln, indem er 40 ml Zitronensaft und 40 g Zucker aufkocht, Zesten von 1 Zitrone hinzugibt und drei Minuten köcheln lässt. Feine Kapern hinzugeben und über Nacht ziehen lassen. Als weitere Ergänzung gibt es sechs Perl-Zwiebeln, die in leicht karamelisiertem und mit Edelsaurem P.X.-Essig (100 g) abgelöschtem Honig (50 g) fünf Minuten leicht geköchelt werden und ebenfalls über Nacht ihr Honigaroma ziehen. Was soll ich sagen? Dass ich als bekennende fleischfressende Pflanze jemals so für einen Salat schwärmen würde, hätte ich niemals gedacht. Tim Raue sei Dank.

Der großer rote Tabasco-Kaventsmann hat jetzt einen grünen Kumpanen bekommen.

Eine richtig scharfe Sache

Unverhofft kommt oft, sagt ein altes Sprichwort aus dem 17. Jahrhundert. Gestern war dann mal wieder so ein Tag, mit dessen Überraschung Oma und Opa nicht gerechnet hatten. Jedenfalls staunten wir nicht schlecht, als bei uns eine Gallone Tabasco geliefert wurde, die Opa bei einem Gewinnspiel auf den CHEFDAYS 2017 gewonnen hat. Ja, Sie haben richtig gehört: Eine Gallone. Das sind 3,8 Liter. Da kommt man schon ein wenig mit hin. Umgerechnet in die handelsüblichen Tabasco-Flaschen macht das 66,666666 Flaschen. Und legt man das in die Mini-Fläschen mit 3,7 Milliliter um, würden bei uns in der Küche jetzt 1027,027027 Teile stehen. Was soll ich sagen? Oma und ich überlegen gerade, was wir jetzt mit dem Tabasco machen. Ich neige ja zu einer Tabasco-Party, bei der es als Begrüßungstrunk ein Gläschen Chilisaft gibt. Oma ist das zu heftig. Sie steht eher auf ein Kaffeekränzchen und der Beimischung in einen Schokoladenkuchen. Na, vielleicht können wir beide Varianten ja miteinander kombinieren. Das wird eine richtig scharfe Sache …

Da kommen Oma und Opa jetzt eine Weile mit hin: Eine Gallone Tabasco.

Men’s Health Dad: Opa ist wieder

Die neue Ausgabe von Men’s Health Dad ist da und ab morgen am Kiosk zu haben. Und wer ist wieder mit von der Partie? Na klar, Opa natürlich. Bei der Gewissensfrage gebe ich – neben Mario Förster von Netpapa, Sven Trautwein von Zwillingswelten und Kai Bösel von Daddylicious – meinen Senf dazu und antworte auf die Frage: Können Väter und Kerle ohne Kinder Freunde sein? An anderer Stelle gibt es von mir Rezepte und Tipps, wie man mit Kinder kochen kann. Was soll ich sagen? Men’s Health Dad und Opa, ein generationsübergreifendes Dreamteam. Wer es sich nicht kauft und liest, ist selber schuld.

Die neue Men’s Health Dad ist ab morgen am Kiosk zu haben. Und Opa ist wieder dabei.

Quitten-Produktion verdoppelt

Irgendwie scheint der grüne Daumen bei uns wieder zu funktionieren, nachdem er sich in Sachen Peperoni ja fast gänzlich verabschiedet hatte. Jedenfalls sind in diesem Jahr unsere Quitten derart gewachsen, dass wir ganz stolz vermelden können: Produktion verdoppelt. Waren es 2016 noch 15 Früchte, die unser damals gerade einmal drei Jahre alter Baum trug, glänzte er heuer mit über 30 Quitten – und einige davon über ein Pfund schwer. Apropos glänzen: Omas älteste Schwester hat uns einen Zeitungsartikel aus Holland zukommen lassen, in dem sich eine wunderbare Beschreibung eines Quittenbaumes findet: Er erinnert an einen geschmückten Weihnachtsbaum, in dem die Früchte sorgsam aufgehangen wurden. Und noch eine interessante Information gab’s gleich noch dazu: Das Holz der Quitte ist so elastisch, dass es selbst unter der schwersten Last kaum bricht. Was soll ich sagen? Omas Quittenverwertung läuft auf vollen Touren: Quitten-Chuttney, Quitten-Gelée, Quittenbrot – Oma ist so richtig in ihrem Element.

Wahre Prachtexemplare hat in diesem Jahr unser Quittenbaum hervorgebracht.

Gut gedacht, aber …

Ganz ohne Zweifel ist dieser Nachtisch superlecker. Und ganz sicher war und ist er nicht für Kinder gedacht. Aber die Präsentation in der neuesten Ausgabe von „Mit Liebe“, Deutschlands größtem Food-Magazin aus dem Hause Edeka, ist diesbezüglich mehr als unglücklich. Denn bei der Darstellung der immerhin in 750 Milliliter Rotwein pochierten Äpfel wird ein Zusammenhang mit Kindern hergestellt, der nicht nur für den flüchtigen Leser ausgesprochen missverständlich ist. „Hat wenig Säure und schmeckt deshalb herrlich süß – das macht ihn zum großen Lieblingsapfel bei Kindern“, heißt es bei der Beschreibung der empfohlenen Apfelsorte „Gala“ und suggeriert damit, dass das beschriebene Gericht auch ein bevorzugter Kindernachtisch ist. Dies umso mehr, als auch noch ein blutjunge Dame – flankiert von einem Pandabärchen – in den Apfel beißt. Was soll ich sagen? Wie gesagt: Beabsichtigt war das sicherlich nicht. Aber wie heißt es doch: Gut gedacht, aber schlecht gemacht.

Sieht lecker aus, ist aber leider missverständlich: Das Rezept in Rotwein pochierter Äpfel.

Berlin auch Gourmet-Hauptstadt

Wenn heute die CHEFDAYS 2017 in Berlin zu Ende gehen, können die Veranstalter Rolling Pin und Metro zufrieden sein: Das Konzept ist aufgegangen. Die zwei Tage auf dem Event Island waren ein voller Erfolg. Insofern ist es nur folgerichtig, dass das nicht die letzten CHEFDAYS in der deutschen Hauptstadt waren. Und Berlin hat dieses Top-Ereignis der Foodbranche auch verdient. Sieben der 50 besten Köche Deutschlands kommen von der Spree: Arne Anker (#49) vom Pauly Saal, Daniel Archilles (#39) vom Reinstoff, Michael Kempf (#31) vom FACIL, Sebastian Frank (#20) vom HORVÁTH, Hendrik Otto (#10) vom Lorenz Adlon Esszimmer, Marco Müller (#5) vom Rutz und Tim Raue (#2) vom gleichnamigen Restaurant machen Berlin auch zur Gourmet-Hauptstadt. Dass Tim Raue bereits zum zweiten Mal zu den Top 3 zählt, freut Opa besonders. Ist der Berliner Koch doch auch Schirmherr von KINDER | KOCHEN, das auf den CHEFDAYS viel Anerkennung erntete. Was soll ich sagen? Opa hat viele Kontakte machen können und auch wieder viele neue Anregungen bekommen, so dass ich mich schon auf die Folgeveranstaltung freue.

 Wie schon letztes Jahr die drei Erstplatzierten der 50 BEST CHEFS (v.l.n.r.): Kevin Fehling, Joachim Wissler und Tim Raue.                                                                Foto: Rolling Pin

Opa bei den CHEFDAYS

Opa ist schon ganz gespannt. Morgen finden nämlich die CHEFDAYS in Berlin statt und Opa ist dabei. Die CHEFDAYS sind eines der größten und wichtigsten Foodsymposien Europas. Zwei Tage lang geben sich in Spandau auf dem Event Island Berlin auf Einladung der METRO und ROLLING PIN die weltbesten Köche der Welt die Klinke in die Hand und schwingen ihre Kochlöffel: Joan Roca aus Spanien, Vladimir Mukhin aus Russland und Tim Raue aus Deutschland, der Schirmherr von Opas KINDER | KOCHEN nicht zu vergessen. Und das sind nur die, die sich in der Liste von The World’s 50 Best Restaurants wiederfinden. Denn auch ansonsten wimmelt es nur so von Sternen und Auszeichnungen. Einer der vielen Höhepunkte, die Opa besonders interessieren: Auf Initiative des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft präsentieren die besten deutsche Köche ihre Ideen zur NEUEN DEUTSCHEN KÜCHE. Und und und. Was soll ich sagen? Da wird es vielen neue Anregungen geben, für Opas Kochbuch und vor allem für KINDER | KOCHEN. Ab Mittwoch dazu mehr. Bis dahin aber wird Opa immer wieder kurze Lebenszeichen auf Facebook und Twitter von sich geben. Schließlich muss ich ja auch noch meinem Ruf als bloggender, facebookender und twitternder Großv@ter gerecht werden. Im Übrigen ein schönes Wochenende und bleiben Sie gesund …

 Die CHEFDAYS starten in Berlin und Opa ist dabei.

Persisches Blausalz am Stück

Oma und Opa haben sich in Paris etwas ganz Exklusives geleistet: Persisches Blausalz am Stück. Das werden wir bei der nächstbesten Gelegenheit mit Reibe auf dem Essenstisch präsentieren. Man gönnt sich ja sonst nichts. Die Verpackung allerdings lassen wir lieber weg. Denn dort steht doch tatsächlich ein Haltbarkeitsdatum drauf, und das bei einem Produkt, was Millionen von Jahren alt ist. Danach haben wir immerhin zehn Jahre Zeit, das Salz aufzubrauchen. Das sollten wir schaffen, auch wenn die drei Brocken, die wir da erstanden haben, eine nicht unbeachtliche Größe haben. Was soll ich sagen? Sollte das Salz vorher aufgebraucht sein, kann ich ja beim Nachbarn klingeln und fragen, ob er mir kurzfristig aushelfen kann. Hoffentlich kommt der dann nicht mit rosafarbenem Himalayasalz an …

Schönes persisches Blausalz: Millionen Jahre alt – und mit Haltbarkeitsdatum versehen.

Die Arbeit lohnt sich

Opa ist seinen Lesern noch etwas schuldig: Nämlich die Auflösung der Frage, aus welchen Bestandteilen das unten abgebildete Gericht besteht. Also, erst einmal die Zutaten: Wasabi und Sojasauce, das ist ja ganz offensichtlich. Hiernach wird es schon etwas anspruchsvoller: Rotgarnele, Lotuswurzel, japanische Mayonnaise, Frühlingszwiebel, Brunnenkresse, brauner Zucker, Reisflakes, weiße und schwarze Sesamkörner, Erdnussöl. Zunächst die Reisflakes im Erdnussöl kurz hellbraun frittieren und Sesamkörner rösten. Dann die Lotuswurzel schälen und in dünne Scheiben schneiden, die Frühlingszwiebel waschen und ebenfalls in kleine Röllchen schneiden. Dann die Rotgarnelen (pro Person drei) mit Schale, aber schon entdarmt in kochendes Wasser geben, sofort abschalten und kurz ziehen lassen. Mit kalten Wasser abschrecken. Die Lotuswurzel mit den Frühlingszwiebeln karamellisieren und ebenfalls abkühlen lassen. Die Schalen von den Rotgarnelen entfernen und in einer feinen Wasabi-Mayonnaise wenden, dann mit den Reisflakes panieren. Das Ganze wie abgebildet auf einem Teller anrichten, mit Kresse und Sesam dekorieren. Was soll ich sagen? Rotgarnele einmal anders – ist wirklich lecker, die Arbeit lohnt sich. Und demnächst gibt’s in Opas Kochbuch noch eine andere Variante, die nicht ganz so aufwendig ist, aber ebenfalls gut schmeckt.

Brontosaurus Eier!?!?

Wenn das unser jüngster Enkel wüsste: Opa hat Brontosaurus Eier gekauft! Brontosaurus Eier!?!? Wieso, werden Sie sich sicher fragen, hat Opa Eier von einem Dinosaurier – dem derzeitigen Lieblingsgeschöpf unseres Enkels – gekauft, der bereits seit ungefähr 150 Millionen Jahren ausgestorben ist. Weil diese Eier, so denn die Antwort, bei einem Discounter im Regal lagen. Nun handelt es sich, um bei der Wahrheit zu bleiben, bei diesen Eiern um eine Frucht, die aus einer Kreuzung aus Pflaume und Aprikose besteht. Pluot heißt sie offiziell, wurde im späten 20. Jahrhundert von Floyd Zaiger entwickelt und ist ein eingetragenes Warenzeichen (brontosaurus egg®). Die Frucht zeichnet sich dadurch aus, dass sie besonders süß ist sowie eine glatte Oberfläche und einen kleinen Kern hat. Darüber hinaus ist sie reich an Kohlenhydraten, Ballaststoffen und den Vitaminen A, B und C sowie an Kalzium, Magnesium, Kalium und Eisen. Was soll ich sagen? Auf den Punkt gebracht: Einfach nur lecker und gesund.

Sehen nicht nur toll aus, sondern schmecken auch noch fantastisch: Pluots oder auch Brontosaurus Eier genannt, die eine Kreuzung aus Pflaume und Aprikose sind.