Beruhigend: Natur, Technik, Kunst

Da hat sich der Sommer ja doch noch mal gemeldet. Dank des wunderbaren Zusammenspiels von Hurrikan Ophelia und Hoch Tanja erleben wir in unseren Breitengraden einen wahrhaft goldenen Oktober mit blauem Himmel und Sonnenschein. Für viele scheint dabei der Hochsommer ausgebrochen zu sein. Leicht bekleidet nur mit Bermuda-Short und Hawaii-Hemd bevölkern Jung und Alt Stadt und Land und lassen den lieben Gott einen guten Mann sein. Oma und Opa haben mit ihrer Ältesten und deren Sohnemann den Natur-Park Schöneberger Südgelände in Berlin in Augenschein genommen und festgestellt: Ein Besuch lohnt sich – zumal der Eintritt von einem Euro für jeden Erwachsenen durchaus moderat ist. Besonders faszinierend ist, auf dem Gelände eines ehemaligen Rangierbahnhofs zu beobachten, wie sich die Natur ihr Terrain zurückerobert, wenn man sie denn nur lässt. Was soll ich sagen? Wer genügend Fantasie aufbringt und kein Problem damit hat, wenn pure Natur, alte Technik und bildende Kunst miteinander kombiniert werden, ist hier genau richtig. Ein beruhigender Pol inmitten einer pulsierenden Metropole: Ooch dit is Berlin. Ein schönes Wochenende noch und bleiben Sie gesund …

 Sonntagsausflug: Auf dem Weg in den Natur-Park Schöneberger Südgelände in Berlin.

Unser All soll schöner werden

Im Esa-Satelliten-Kontrollzentrum in Darmstadt findet gerade eine viertägige Konferenz statt, die es in sich hat. Das Thema lautet: Schrott im Weltraum. Denn der wird immer mehr und immer gefährlicher. Die Konferenz gilt als weltweit größte und wichtigste Veranstaltung zum Thema und findet seit 1993 alle vier Jahre statt. Was soll ich sagen? Opa hätte da einen Vorschlag: In Anlehnung an den Bundeswettbewerb “Unser Dorf soll schöner werden” könnte man ja den intergalaktischen Wettbewerb “Unser All soll schöner werden” ausrufen. Wenn jeder mit anpackt, kriegen wir das schon wieder hin.

Wie groß das Problem mittlerweile ist, zeigt dieser ESA-Film ausgesprochen anschaulich.

Genussreiches Wochenende

Irgendwie war diese Woche verhext, ich bin zu nichts gekommen. Euphorisiert durch die guten Nachrichten am Montag war ich nur noch mit dem Thema Kochen beschäftigt. Die Kräuter, die sich da auf dem Bild präsentieren, sind schon repräsentativ und versprechen gleichzeitig ein genussreiches Wochenende. Was soll ich sagen? Ich gelobe Besserung und werde nächste Woche blogtechnisch etwas fleißiger sein. Also, ein schönes Wochenende und bleiben Sie gesund …

Für Europa auf die Straße

Oma und Opa haben jetzt sonntags immer einen festen Termin – zumindest vorerst bis zum 12. März 2017: Um 14.00 Uhr treffen wir uns mit vielen anderen Europäern auf dem Gendarmenmarkt in Berlin und setzen ein Zeichen für die Zukunft Europas. Initiator des Ganzen ist Pulse of Europe, eine zivilgesellschaftliche Initiative zum Erhalt der Europäischen Union – überparteilich, überkonfessionell und international. Und nicht nur in Berlin gehen die Menschen für Europa auf die Straße. Auch in Amsterdam und Paris sowie in Frankfurt am Main, Freiburg im Breisgau, Karlsruhe, Köln, Celle, Hamburg, Heidelberg, Kassel, München, Essen, Wiesbaden, Passau, Halle a.d. Saale, Hannover, Hameln, Stuttgart, Bremen und Potsdam versammeln sich europageneigte Bürger um 14.00 Uhr und lassen den europäischen Pulsschlag hören. Was soll ich sagen? Endlich gibt es mal eine Bewegung, die für etwas ist. Gegen alles sind ja auch schon genug. Und wenn es für Europa ist, dann ist es auch für die Zukunft unserer Enkel. Denn nur dieses Europa ist der Garant dafür, dass wir weiter in Frieden und Freiheit leben können. Viele haben gedacht, dass das eigentlich selbstverständlich ist. So kann man sich täuschen. Einen schönen Sonntag noch und bleiben Sie gesund …

Für Europa auf die Straße – Oma und Opa sind mit dabei.

“Der sieht ja aus wie Opa!”

Heute ist bei Oma (und Opa) volles Programm. Unser ältester Enkel ist schon seit dem Vormittag bei uns, der jüngere für den Nachmittag angekündigt. Das Kinder-Unterhaltungs-Programm ist gewaltig: Lesen, Schreiben, Rechnen, Spielen, Kochen nicht zu vergessen. Das Beste aber sind die Gespräche zwischen Oma und den Kleinen. So versuchte die ergebene Untertanin ihres Königs ihrem Nachwuchs das niederländische Königshaus näher zu bringen. “Zur Hälfte hast Du auch einen König”, sagte Oma zu unserem Ältesten, der ganz interessiert in dem Buch blätterte, dass jeder Haushalt in unserem Nachbarland zur Amtseinführung des neuen Königs im Jahr 2013 kostenlos bekommen konnte. Während Oma noch grinsend hinzufügte: “Nur Opa hat keinen König”, entdeckte der kleine Mann Willem-Alexander in dem Buch und stellte ganz erstaunt fest: “Der sieht ja aus wie Opa!” Was soll ich sagen? Ich habe zwar keinen König, dafür seh’ ich aus wie einer. Man kann eben nicht alles haben.

Oma – im Oranje-Jackett versteht sich – vor einem Bild ihres Königs Willem-Alexander.

Familientreffen in Berlin

Die Familientreffen der Familie Flüggen drehen sich in der Regel immer um Gisbert Flüggen, der ja als bekannter Maler in die Analen eingegangen ist. So ist es auch dieses Jahr, in dem sich die Familie in Berlin trifft. Denn eines der Bilder unseres Vorfahren hängt im Deutschen Historischen Museum, das uns bei der Vorbereitung des Treffens und der Umsetzung unserer Ideen ausgesprochen entgegenkommend unterstützt hat. Die Geldmäkler heißt das Gemälde, das in der Dauerausstellung des Museums zu sehen ist. Das werden wir natürlich besuchen und uns dabei etwas über die Kunst des 19. Jahrhunderts näher bringen lassen. Diesen Part übernimmt Anna Ahrens von der Villa Grisebach. Auch ansonsten ist einiges geboten. Ich will aber nicht zu viel verraten. Es soll ja noch die eine oder andere Überraschung geben. Was soll ich sagen? Wir freuen uns in jedem Fall schon sehr.

Wer die Wahl hat …

Viel Zeit bleibt jetzt nicht mehr. Wer noch keine Weihnachtsgeschenke hat, muss sich sputen. Denn in fünf Tagen ist Weihnachten. Wem nun gar nichts einfällt, was er seinen Lieben schenken könnte, dem seien hier ein paar Kochbücher empfohlen, die allesamt aus diesem oder dem letzten Jahr stammen und bereits von mir auf der Bücherseite rezensiert wurden. Allesamt sind sie die Lektüre wert, wobei diverse Zielgruppen bedient werden. Für Anfänger eignen sich sicher Das Prinzip Kochen oder Simplissime – Das einfachste Kochbuch der Welt. Für Fortgeschrittene zu empfehlen sind Die GU Kochbibel, Querfeldein oder Deutscher Wein – Deutsche Küche. Wer sich auf Würzen, Backen oder Burger konzentrieren will, der wird fündig bei Workshop Würzen, Brot backen in Perfektion oder Burger Unser. Und wer Kochen mit Kunst verbinden will, kann dies mit den Diners mit Gala tun. Was soll ich sagen? Wer die Wahl hat, hat die Qual.

Inspiration von Tim Raue

Heute kam der Bescheid vom Finanzamt: KINDER | KOCHEN e.V. ist gemeinnützig. Das heißt, wir können auch Spendenbescheinigungen ausstellen, was das Einwerben von Geld, das der Verein dringend braucht, erheblich erleichtert. Damit ist der Prozess der Vereinsgründung jetzt endgültig abgeschlossen und wir können uns den inhaltlichen Dingen widmen. Dabei lassen wir uns auch von unserem Schirmherrn Tim Raue inspirieren, der letztes Jahr mit Deutschlands bekanntester Sommelière ein Kochbuch geschrieben hat, in dem er gemeinsam mit seinem Küchenchef Michael Jaeger „Gerichte aus Deutschland rezeptiert, die alle im Stil des La Soupe Populaire zubereitet werden.“ Deutscher Wein – Deutsche Küche heißt das Buch und ist ein Muss für alle Freunde der gehobenen Küche. Was soll ich sagen? Auf diesem Niveau kochen wir bei KINDER | KOCHEN (noch) nicht. Aber vielleicht ist unter den Schülern ja bereits der nächste Tim Raue.

PS: Wer mehr über das Buch “Deutscher Wein – Deutsche Küche” erfahren will, zur Rezension geht’s hier.

bienenstich Tim Raues Bienenstich. Foto: Joerg Lehmann