Buddy Bären wieder in Berlin

“Wir müssen uns besser kennenlernen, dann können wir uns besser verstehen, mehr vertrauen und besser zusammenleben.” Unter diesem Motto werben die United Buddy Bears auf ihrer Welttournee für ein friedliches Zusammenleben. Die rund 140 Buddy Bären repräsentieren ebenso viele von den Vereinten Nationen anerkannte Länder. Seit ihrer ersten Ausstellung 2002 in Berlin haben weltweit bereits über 40 Millionen Besucher die zwei Meter großen Bären bewundern können. Jetzt sind sie wieder in Berlin. In der anstehenden Weihnachtszeit möchten sie die Berliner und ihre Gäste aus aller Welt erfreuen. Die eintrittsfreie Ausstellung der künstlerisch gestalteten Bären wird vom 1. Dezember 2017 bis 7. Januar 2018 auf dem Walter-Benjamin-Platz, nahe des Kurfürstendamms zu sehen sein. Was soll ich sagen? Berlin zeigt sich mit dieser Ausstellung einmal mehr als weltoffene Hauptstadt für Toleranz, friedliches Miteinander und Völkerverständigung. Wer einen Koffer hier hat: Herkommen und hingehen.

Sind ab 1. Dezember 2017 für einen Monat wieder in Berlin: Die 140 United Buddy Bears.

35 Euro Bußgeld für Pause

Eigentlich wollte ich nur schnell noch einen schönen Sonntagabend wünschen. Doch kurz bevor ich auf die Seite von Opas Blog wechselte, stieß ich auf eine Meldung in der Newsübersicht, die mir die Sprache verschlug – die Überschrift: Rentner sitzt an Haltestelle – nun soll er Bußgeld bezahlen. Was war passiert? Ein 85-jähriger Demenzkranker hat sich für acht Minuten an der Bushaltestelle Friedrich-Ebert-Platz am Hauptbahnhof in Düsseldorf ausgeruht, nun soll er an die Stadt ein Bußgeld in Höhe von 35 Euro bezahlen. In dem Bußgeldbescheid heißt der direkte Vorwurf: „Sie benutzten die Anlage des ÖPNV an der vorgenannten Örtlichkeit nicht ihrer Zweckbestimmung entsprechend und nutzten diese als Ruheplatz.“ Was soll ich sagen? Nach Rückfragen. von Medien muss der Mann das Bußgeld nun doch nicht zahlen. Aber die Erklärung einer Sprecherin macht die Sache auch nicht besser. Denn die vermutete, dass den Kontrolleuren eventuell nicht klar gewesen sei , dass der Mann wirklich nur eine Pause gebraucht habe: „Wenn der Mitarbeiter den Mann der Obdachlosen- oder Trinkerszene zugeordnet hat, dann ließe sich das Schreiben wohl so erklären“, so Dame wörtlich. Na, wenn das so ist, dann ist ja alles gut …??? Oder??? Nein!!! Überhaupt nicht. Es ist tieftraurig, dass es so etwas in Deutschland 2017 überhaupt gibt. Trotzdem, einen schönen Sonntag noch …

Anders – und doch sehr ähnlich

Elefanten haben wenig Ähnlichkeit mit dem Menschen. Und doch sind sie uns in vielerlei Hinsicht ähnlich. Wie wir lieben sie körperliche Nähe und können große Empathie aufbringen. Auch Quilombo, ein kleiner Elefant, um den es hier geht, scheint, so schmutzig und verlassen er daherkommt, ganz fremd und anders zu sein. Doch bei näherem Hinsehen ist er genau so wie alle Kinder dieser Welt. Jedenfalls hat er seinen eigenen Kopf und will genau das Gegenteil von dem, was er gerade soll. Baden – auf gar keinen Fall, Zähne putzen – iiiiiiih, schlafen gehen – nicht ohne Geschichte. Insofern eignet sich dieser kleine Kerl natürlich bestens, selbst zur Geschichte zu werden, die sich in dem gleichnamigen Büchlein wiederfindet: Quilombo, der kleine, schmutzige Elefant. Was soll ich sagen? Daphne Vloumidi, die diese von Anna Georgiadou illustrierte Geschichte verfasst hat, verarbeitet damit ihre Erlebnisse auf Lesbos, als ihre Insel zum Zufluchtsort für viele tausend Flüchtlinge wurde. Insofern ist es nicht nur ein zauberhaftes Kinderbuch, sondern der Versuch, ihre Erlebnisse und Erfahrungen aufzuarbeiten. Sie hat das sehr liebevoll getan und für Kinder verständlich, ohne sie mit dem grausamen Alltag zu überfordern. Selbst kleine Kinder können das nachvollziehen, um was es hier geht. Etwas anderes wollen, heißt ebensowenig anders zu sein wie anders auszusehen. Über vamos kann man das Büchlein jetzt beziehen und damit die Arbeit von Daphne Vloumidi für Flüchtlinge unterstützen. Wer sich über ihre Arbeit informieren und ihr direkt helfen will, wird unter www.Odysseas.at fündig. Sie hat es sicher verdient.

                                                                      Liebevoll geschrieben und gestaltet: Quilombo, der kleine, schmutzige Elefant.

So verlogen kann Politik sein

Wie man es macht, ist es verkehrt. „Die FDP ist und bleibt eine Umfallerpartei“, überschrieb die Welt noch am 19. September dieses Jahres einen Kommentar, in dem es wörtlich hieß: „Zu Konrad Adenauers Zeiten wurde der FDP von der kritischen Öffentlichkeit das Etikett ,Umfallerpartei’ verpasst. Es stempelte sie dauerhaft als eine Schar von Opportunisten ab, die bereit seien, für ein paar Ministerposten ihre liberalen Prinzipien über Bord zu werfen. Diesen historischen Makel würde die frisch renovierte liberale Partei unter Führung ihres agilen, allgegenwärtigen Vorsitzenden Christian Lindner heute nur zu gerne endgültig vergessen machen.“ Anlass dieses Textes war eine Äußerung Lindners, in dem er dafür plädierte, „das Problem der völkerrechtswidrigen Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim durch Russland fürs Erste ,einzukapseln’ und diese als ,dauerhaftes Provisorium’ hinzunehmen, um Putin ,gesichtswahrende’ Auswege aus der Konfrontation mit dem Westen zu ermöglichen“, wie es die Welt wohl treffend zusammenfasste und das dann so bewertete: „In einer essenziellen Frage hat ihr Vorsitzender persönlich dem alten Stereotyp von den chronischen Umfallern neues Leben eingehaucht – und ihn sogar noch in eine neue Dimension gesteigert. Denn anders als seine Vorläufer ist Lindner nicht erst nach, sondern bereits vor der Wahl umgefallen.“ Nun kann man die Russland-Äußerung Lindners sicherlich kritisch bewerten und das Thema anders sehen. Doch die Art und Weise, in der damals und auch wieder jetzt über den FDP-Chef hergefallen wurde bzw. wird, nachdem dieser die Sondierungsgespräche für seine Partei beendet hat, ist schon bemerkenswert. Es sind vor allem diejenigen, die die Freien Demokraten schon immer als machtgeile, postenversessene und vaterlandslose Gesellen verteufelt und am liebsten in die politische Hölle verdämmt haben, die sich nunmehr ob der klaren Kante, die die Liberalen gezeigt haben, so empören und Lindner, Kubicki und Co. staatspolitische Verantwortungslosigkeit attestieren. Dass ausgerechten die Genossen von der SPD am lautesten in diesen Chor mit einstimmen, nachdem sie sich am 24. September nur Minuten nach Schließung der Wahllokale in die Oppositionsbüsche verpieselt haben, setzt dem Ganzen nur noch die Krone auf. So verlogen kann Politik sein. Wer am Montagabend „Hart, aber fair“ und dort die geifernde Grünen-Chefin Simone Peter gesehen hat, kann eigentlich nur zu der Schlussfolgerung kommen, dass Lindners Analyse über den Stand der Sondierungen doch wohl näher an der Wirklichkeit liegt, als alles das, was – aus welchen Gründen auch immer – von den andere Gesprächsteilnehmern kolportiert wird. Was soll ich sagen? Auch ich bin keine Freund von Neuwahlen. Aber angesichts aller bislang bekannten Details aus den Sondierungen wäre eine Jamaika-Koalition, in der die FDP nichts anderes als das gelbe Feigenblatt für eine Fortsetzung schwarz-roter Politik mit grüner Einfärbung dargestellt hätte, keine tragfähige  Lösung für Deutschland gewesen. Da passt die alte Weisheit: Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende.

Oma und Opa sind Glücksberliner

Man lernt ja nie aus. Wir hier in Berlin sind – glaubt man den örtlichen Medien – eine Zwei-Klassen-Gesellschaft. Nach Ansicht der Berliner Zeitung gibt es nämlich Sommerberliner und Winterberliner. Ich zitiere: “Sommerberliner sind glückliche Wesen. Sie sitzen bis tief in die Nacht mit Bier vor Spätis, trinken Cocktails auf Dachterrassen, knutschen am Spreeufer oder schippern nackig über den Müggelsee. Um sie müssen wir uns keine Sorgen machen.” Und dann sind da noch die Winterberliner, die “sind das genaue Gegenteil der Sommerberliner. Graue, traurige Menschen in Funktionsjacken, die durch zugige U-Bahnhöfe eilen, um sich beim Hausarzt eine Krankschreibung zu holen. Ihre Gemütsverfassung ist bedenklich. Der Winterberliner flirtet nicht, er lacht nicht, und er verlässt seine Wohnung abends nur, wenn nichts im Fernsehen kommt. Dann sitzt er in verrauchten Kneipen und lässt sich von seinem Gegenüber stundenlang erzählen, dass der ja wirklich vorhatte, diesen Winter woanders zu verbringen. Vielleicht in Thailand oder in Vietnam, da solle es ja auch schön sein. Nach einem Bierchen zu viel zieht sich der Winterberliner seine drei Kleidungsschichten an, setzt die Mütze auf (es sei denn, er ist ein junger Mensch, die setzen ihre Mütze ja gar nicht erst ab) und geht zurück in seine kalte Altbauwohnung, in der niemand auf ihn wartet. Sobald die Tage am kürzesten sind, besucht er dann noch einmal den Weihnachtsmarkt auf dem Alexanderplatz, der ihm den letzten Rest Lebensfreude raubt.” Soweit die Berliner Zeitung. Was soll ich sagen? Also, Oma und Opa sind eindeutig Sommerberliner, auch wenn wir nicht bis tief in die Nacht mit Bier vor Spätis sitzen, keine Cocktails auf Dachterrassen trinken, nicht am Spreeufer knutschen und auch nicht nackig über den Müggelsee schippern – wobei das ja mal … ach lassen wir das lieber. Aber wir erfreuen uns jeden Tag unseres Lebens, genießen unsere Kinder und Enkelkinder, laden gerne Gäste ein und sind glücklich und zufrieden mit dem, was wir haben. Und wir sind auch (Wahl-)Berliner. Vielleicht gibt es ja noch eine dritte Gruppe: Die Glücksberliner. Da gehören wir dann ganz sicher dazu.

So schön kann der Berliner Winter sein: Also, überhaupt kein Grund zur Depression.

Tue Gutes und rede darüber

“Tun Sie gelegentlich etwas, womit Sie weniger oder gar nichts verdienen. Es zahlt sich aus”, hat der 1988 verstorbene deutsche Kabarettist, Schauspieler und Autor Oliver Hassencamp einmal gesagt. Und recht hat er. “Ohne die vielen Frauen und Männer, die in Deutschland ein Ehrenamt ausüben … wäre unser Land um vieles ärmer und unser Gemeinwesen so nicht denkbar”, wusste auch der in diesem Jahr verstorbene Alt-Bundeskanzler Helmut Kohl. 2017 waren es nach einer Umfrage rund 14,89 Millionen Personen über 14 Jahre, die ein Ehrenamt hatten bzw. unentgeltlich in einer Bürgerinitiative, einem Sportverein, einer sozialen Organisation oder Ähnlichem tätig waren. Das sind immerhin rund 20 Prozent der gleichaltrigen deutschen Bevölkerung – also jeder Fünfte. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass ebenfalls jeder Fünfte in Deutschland nach einer EU-Untersuchung von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht ist. Was soll ich sagen? Einen lesenswerten Text zum Thema Ehrenamt hat Heike Lachnit, Autorenkollegin auf dem unabhängigen Blog ohfamoos, verfasst. Ich sag’s mal mit meinen Worten: Tue Gutes und rede darüber. Denn wenn niemand davon erfährt, kann es auch keine Nachahmer geben.

Opa beim KINDER | KOCHEN: Der Verein sucht dringend Kochpaten. Wer sich ehrenamtlich engagieren möchte, Spaß am Kochen hat und gerne mit Kindern arbeitet, melde sich bitte unter kontakt@kinder-kochen.org.

Unverzagt und munter

Das war eine Woche. Erst Opas Geburtstag – und dann ging’s rund. Aber wie wusste bereits Wilhelm Busch: “Und ging’s auch drüber oder drunter, wir bleiben unverzagt und munter …” Das haben Oma und ich auch gesagt und munter weiter vor uns hin gewerkelt. So langsam ist auch wieder Land in Sicht und ich komme endlich wieder einmal dazu, meinen Blog zu bedienen. Dabei darf natürlich nicht zu kurz kommen, was mir meine Enkel geschenkt haben. Während der eine mir Topflappen für die Küche verziert hat, hat der andere eine Kaffeetasse bemalt. Oma war schon vor einiger Zeit in den Genuss eines solchen Becher-Kunstwerkes gekommen. Jetzt können wir morgens sozusagen auf (gleicher) Becherhöhe miteinander anstoßen – so nach dem Motto: Guten Morgen liebe Sorgen, seid ihr auch schon alle da … Was soll ich sagen? Morgen gibt es auch wieder einen Beitrag. Versprochen!

Die Geschenke meiner Enkel.

Vivat! Vivat! Vivat!

Nein, das ist nicht Opa, der hier schreibt. Es ist Oma, die ihrem lieben Mann heute zum Geburtstag gratulieren möchte. Also: Herzlichen Glückwunsch zu Deinem 65. Geburtstag, bleib’ so, wie Du bist, und vor allem gesund, damit Du uns noch lange erhalten bleibst. Was soll ich sagen? Hoch soll er leben, dreimal hoch: Vivat! Vivat! Vivat!

Hoffnung auf Fake News

Wenn es denn stimmt, dass in Berlin die Polizei von schwerkriminellen Familienclans unterwandert wird, dann ist das nicht nur ein Problem dieser Stadt, sondern des ganzen Staates. Denn ihm haben wir Bürger das Gewaltmonopol übertragen. Das heißt, wir verzichten darauf, selbst unsere Rechte mit Gewalt durchzusetzen, und verlassen uns darauf, dass der Staat unseren Schutz gewährleistet. Ist diese Grundvoraussetzung für unser zivilisiertes Zusammenleben nicht mehr gegeben, befinden wir uns wieder in einer Zeit, in der das Recht des Stärkeren gilt – mit all seinen Folgen. Jedenfalls dürfte mit den zivilisatorischen Erungenschaften ziemlich schnell Schluss sein, angstfreies Leben der Vergangenheit angehören. Das kann niemand ernsthaft wollen, abgesehen vielleicht von denen, die sich auf der stärkeren Seite wähnen. Insofern solle der Blick der Öffentlichkeit weiter die Geschehnissen rund um die Polizei und deren Schule fokussiert bleiben. Was soll ich sagen? Wenn ich auch kein Freund von Fakes News bin, würde ich mir doch wünschen, dass sich die aktuellen Medienberichte über die Polizei als solche entpuppen würden. Einen schönen Sonntag noch und bleiben Sie gesund …