#WithRefugees: Hoffentlich hilft’s

Der Berg ruft ist ein deutscher Bergsteigerfilm aus den 30er Jahren, der die Ereignisse um die dramatischen Erstbesteigung des Matterhornes zuspitzt und in dem der legendäre Luis Trenker die Hauptrolle spielt. Später wurde der Filmtitel zu einem geflügelten Wort für die Freunde der Berge. Mittlerweile heißt es jedoch, der Berg ruft nicht mehr, sondern er kommt. Denn, die Temperaturen in den Alpen sind im letzten Jahrhundert doppelt so stark gestiegen wie im weltweiten Durchschnitt, so dass die Gletscher schmelzen und Felsstürze an der Tagesordnung sind. Ungeachtet aller Warnungen hat der Mensch Raubbau an der Natur betrieben, die sich jetzt rächst. Wie ein Déjà-vu wirkt da gerade das weltweite Flüchtlinsgproblem, das heute durch den Weltflüchtlingstag ins allgemeine Bewusstsein gerückt werden soll. Immerhin wird schon seit Jahren auf die Problematik hingewiesen, werden die Fluchtursachen wie Krieg, Hunger und Terror angeprangert. Doch getan hat sich nicht viel, um nicht zu sagen nichts. Man kann es auch anders formulieren: Die Flüchtlinge haben gerufen, vergeblich, jetzt kommen sie – wie der Berg, dessen Rufe ungehört verhallt sind. Was soll ich sagen? Opa beteiligt sich gerne an der Bloggerparade, die anlässlich des Weltflüchtlingstages quer über den Globus unter dem Hashtag #WithRefugees stattfindet. Vielleicht trägt es ja dazu bei, dass die Hilferufe doch noch gehört werden, die des Berges wie die der Flüchtlinge.

Ein Rettungsboot der italienischen Küstenwache nimmt auf dem offenen Meer Flüchtlinge an Bord. Auf der Mittelmeerroute sind nach Schätzungen seit dem Jahr 2000 über 30.000 Menschen ertrunken.                                                                    Foto: UNHCR/A. D‘Amato

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