Isch des Bio?

Nur ein Geheimtipp ist sie schon lange nicht mehr, vielmehr ist sie ein YouTube-Star: Bärbel Stolz, die in unnachahmlicher Weise die Prenzlschwäbin darstellt. Da konnte der SPD-Politiker Wolfgang Thierse, der im Berliner Szenekiez Prenzlauer Berg wohnt, so viel wettern, wie er wollte: „Ich habe gegen das Schwäbische und Bayerische nichts, dass soll da gesprochen werden, wo sie wohnen, hier in Berlin möchte ich gerne, dass das Berlinerische noch eine Chance hat.“ Die Prenzlschwäbin hat ihn sozusagen mit ihrem schwäbischen Charme überrollt. Da wird gegen Mitte gewettert, da werden Münchner und Touristen beargwöhnt, da heißen die Kinder Friedrich-Antony, Wikipedia und Xenia-Adelheit, da geht es um Kokosnuss-Wasser und Mandelmilch oder die Eisgeschmacksrichtungen Karamell-Fleur-de-Sel und Lavendel-Hibiskus. Dann bewegt die Prenzlschwäbin natürlich die Frage: Isch des Bio? Und zu guter Letzt werden 15 Euro der Quadratmeter als „super“ bezeichnet und 30 Quadratmeter für 1050 Euro warm mit „ei ja“ kommentiert. Was soll ich sagen? Wem die Prenzlschwäbin gefällt, kann sie ja bei YouTube abonnieren oder sich auf den Erzählband über die Erlebnisse einer Schwäbin in Berlin freuen, an dem Bärbel Stolz gerade arbeitet und der im Sommer 2016 im Goldmann-Verlag erscheinen soll.

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