BER nicht einzigartig

Es ist eine Schande. Da haben wir hier in Berlin gedacht, wir hätten mit dem BER eine einzigartige Pleiten, Pech und Pannen-Baustelle. Und was ist? Wieder nichts. Jedenfalls kommt da ein gewisser Architekt namens Santiago Calatrava daher und eröffnet in New York mal eben den teuersten U-Bahnhof der Welt. Und der ist mit vier Milliarden Dollar immerhin doppelt so teuer wie geplant. Das liegt vermutlich auch daran, dass sich die Bauzeit mit zwölf Jahren ein bisschen hingezogen hat und die Eröffnung dieser Tage rund zehn Jahre später als geplant erfolgte. Insofern können sich die Berliner ruhig zurücklehnen, jedenfalls was die Bauzeit betrifft. Von einer Versechsfachung sind wir noch weit entfernt. Nur die Kosten sollten man dann doch ein wenig im Auge behalten. Denn die Verdoppelung haben wir längst hinter uns. Was soll ich sagen? Als wenn das nicht alles schon schlimm genug wäre, dieser Bahnhof hat auch noch ein viel schöneren Namen als unser Flughafen: Oculus – da klingt BER doch ziemlich langweilig. Passt aber auch – das muss man zugeben – zum Äußeren. Das Ding in New York sieht schließlich viel besser und spektakulärer aus.

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